Kiew will mit russischer Schwarzmeerflotte bares Geld verdienen

13. September 2008, 09:02
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Im Zusammenhang mit der Flottenstationierung

Kiew - Die Ukraine will mit der Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte an der Halbinsel Krim bares Geld verdienen. Kiew würde gern "Handelsbeziehungen" mit der Russischen Föderation im Zusammenhang mit der Flottenstationierung aufnehmen, sagte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko am Freitag nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Derzeit verrechnet Moskau die Kosten für die Stationierung seiner Kriegsschiffe mit den ukrainischen Gas-Schulden aus den 90er Jahren. Grundlage dafür ist ein auf 20 Jahre angelegter Vertrag von 1997, demzufolge die Rückstände Kiews jährlich um umgerechnet 69 Millionen Euro gestutzt werden. Dies ist nach Ansicht ukrainischer Analysten ein viel zu kleiner Betrag.

Die Ukraine müsse nun in ihrem Haushalt 7,5 Milliarden Grywnia (1,1 Milliarden Euro) auftreiben, um damit die verbliebenen Schulden bei Russland begleichen zu können, sagte Juschtschenko. Anschließend könne dann ein Marktpreis für die Stationierung der Flotte ausgehandelt werden. Für die Nutzung des Gebiets und der Infrastruktur an der Krim halten ukrainische Experten dabei einen Preis in Milliardenhöhe für möglich. (APA)

 

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