Zugsunglück in Los Angeles: Haltesignal überfahren

13. September 2008, 22:59
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Pendlerzug war mit Güterzug zusammengestoßen - 25 Tote, 135 Verletzte - Mitarbeiter habe Rotlicht nicht beachtet

Los Angeles - Das schwere Zugsunglück bei Los Angeles, bei dem nach jüngsten Angaben mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen sind, ist nach Angaben des Bahnbetreibers durch menschliches Versagen verursacht worden. Ein Mitarbeiter habe ein Rotlicht nicht beachtet, sagte die Sprecherin der Metrolink-Bahngesellschaft, Denise Tyrrell, nach einem Bericht der "Los Angeles Times" am Samstag an der Unglücksstelle in Chatsworth. "Hätte der Techniker das Signal beachtet, wäre der Unfall nicht passiert", sagte sie.

Ein Metrolink-Pendlerzug war am Freitagnachmittag mit einem entgegenkommenden Güterzug zusammengestoßen. Bei dem Unglück - einem der schwersten in der Geschichte Südkaliforniens - wurden über 135 Menschen verletzt. 47 davon befinden sich in kritischem Zustand.

Mitarbeiter kam ums Leben

"Ohne weitere Informationen von der NTBS (Nationale Behörde für Transportsicherheit) zu haben, glauben wir, dass unser Techniker es versäumt hat, anzuhalten, und dass dies der Grund des Unfalls war", sagte Tyrrell. Wie es hieß, kam der Metrolink-Mitarbeiter selbst bei dem Unfall ums Leben. Die NTSB wollte sich aufgrund der noch laufenden Untersuchungen zunächst nicht zur Unglücksursache äußern. "Wir wissen nicht, wie der Unfall passiert ist", sagte NTSB-Mitarbeiterin Kitty Higgins. "Wir arbeiten so, dass wir uns erst alles anschauen, bevor wir irgendetwas ausschließen." Weitere Aufklärung zur Unglücksursache erhofften sich die Ermittler von den überlebenden Zugbegleitern. Der Lokführer und ein Techniker aus dem Güterzug sowie die zwei Überlebenden Metrolink-Mitarbeiter aus dem Vorortzug seien bereits befragt worden, teilte die NTSB mit.

Noch bis zum Samstagnachmittag wurde mit größter Vorsicht in den Trümmern eines umgestürzten Waggons weiter nach möglichen Überlebenden gesucht. Allerdings seien zuletzt nur noch Leichen gefunden worden, berichtete die "Los Angeles Times". Der letzte Überlebende sei am Freitagabend kurz vor Sonnenuntergang aus dem Wrack geborgen worden. Ein Schwerverletzter starb am Samstag im Krankenhaus. Die Zahl der Todesopfer stieg auf insgesamt 25.

Der Vorortzug aus Los Angeles war am Freitagnachmittag mit etwa 225 Fahrgästen - die meisten von ihnen Berufspendler auf dem Weg ins Wochenende - mit dem Güterzug zusammengestoßen. Dabei verkeilte sich die Lok des Güterzuges in die Metrolink-Bahn. Beide Züge entgleisten, einer der drei Doppelstock-Waggons des Pendlerzuges stürzte um. (APA/dpa/Reuters)

 

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    Bei der Kollision kamen mindestens 15 Menschen ums Leben

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