Nahrung fürs Depot

12. September 2008, 13:46
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9,4 Prozent schoss die Unilever-Aktie binnen einer Woche nach oben und hat seit Mittwoch nur leicht nachgegeben - Von Daniela Helemann

9,4 Prozent schoss die Unilever-Aktie binnen einer Woche nach oben und hat seit Mittwoch nur leicht nachgegeben. Auslöser für den Kurssprung beim britisch-niederländischen Konsumgüterkonzern war eine Personalentscheidung: Konzernchef Patrick Cescau geht zum Jahresende in den Ruhestand, der bisherige Nestlé-Manager Paul Polman, von dem sich Börsianer viel erwarten, wurde zu seinem Nachfolger ernannt.

Diese Entwicklung setzt der Performance der Unilever-Aktie das Sahnehäubchen auf. Denn die Nahrungsmittelbranche steht momentan ohnehin gut da. Vor allem die hohe Nachfrage aus den Schwellenländern treibt den Sektor. Durch die gestiegene Kaufkraft kann man sich dort nun auch Lebensmittel leisten, die es zuvor nicht auf den Speiseplan schafften. Aber auch in Industriestaaten muss - abflauende Wirtschaft hin oder her - gegessen werden. Sich die relative Stärke der Branche gegenüber dem Gesamtmarkt zu Nutze machen kann man beispielsweise mit einem Produkt von JPMorgan(ISIN NL0006267395).

Ihm dient neben Unilever noch ein zweiter Nahrungsmittelriese als Basiswert: Der weltgrößte Joghurthersteller Danone. Die Franzosen profitieren besonders von den gesunkenen Milchpreisen. Analysten gehen davon aus, dass die Kosten für den „Kuhsaft" im zweiten Halbjahr 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. In den ersten sechs Monaten 2009 sollen die Preise im Jahresvergleich rund 20 Prozent niedriger ausfallen. Für einen neuen Höhenflug der Aktie reicht diese Nachricht zwar nicht. Dennoch: Der Titel hat sich vom Jahrestief, das er Mitte Juli bei 40,53 Euro markierte, wieder erholt und notiert aktuell knapp unter dem wichtigen Widerstand, der an der 50-Euro-Marke verläuft. Wird dieser durchbrochen, ist der Weg nach oben zunächst frei.

Das „Discount Plus"-Zertifikats von JPMorgan gewährt großzügige Puffer: Unilever darf noch 34,6 Prozent abgeben, bei Danone beträgt der Abstand 31,5 Prozent. Da es sich um permanent aktive Barrieren handelt, müssen beide Aktien während der gesamten Laufzeit bis Juni 2009 über dem jeweiligen Niveau notieren. Gelingt dies, erfolgt die Tilgung zu 100,00 Euro. Bei einem Briefkurs um 88,14 Euro entspricht das einer attraktiven Rendite von 13,5 Prozent oder 17,4 Prozent p.a. Hält eine Barriere nicht, orientiert sich das Papier bei der Auszahlung an der schlechteren der beiden Aktien.

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