Nord-Mosambik: Wilderei dezimiert Elefantenbestände

12. September 2008, 12:40
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Population in den Naturparks sank zwischen 2004 und 2007 von 6.000 auf nun 4.000 Exemplare - Im letzten Jahr 500 Waffen von Wilderern beschlagnahmt

Johannesburg/Maputo - Wilderei hat im Norden des ostafrikanischen Staates Mosambik die Elefantenbestände binnen weniger Jahre um mehr als 2.000 Tiere verringert. Wie der nationale Rundfunk am Freitag berichtete, sank die Population in den Naturparks zwischen 2004 und 2007 von 6.000 auf nun 4.000 Exemplare. Der Rundfunk stützte sich dabei auf eine Zählung der Naturparkbehörde. Als Ursache gelten illegale Jäger, die zum Teil aus dem Nachbarstaat Tansania kämen.

500 Waffen

Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 500 Waffen von Wilderern beschlagnahmt, die auf frischer Tat ertappt wurden. Sie hatten es dabei vor allem auf das kostbare Elfenbein abgesehen, dessen Handel durch das Washingtoner Artenschutzabkommen verboten ist. Die mosambikanische Regierung erlaubt allerdings den Abschuss sogenannter Problemtiere - darunter auch Elefanten -, die 2007 für den Tod von 200 Menschen verantwortlich gemacht wurden. (APA/dpa)

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    Binnen weniger Jahre hat Mosambik ein Drittel seiner Elefantenbestände eingebüßt.

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