Österreicher verschicken trotz E-Mail-Zeitalter gerne Ansichtskarten

12. September 2008, 11:40
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Briefeschreiber sind beinahe ausgestorben - Jeder zweite schickt keine Feriengrüße

Die Österreicherer schicken auch im Zeitalter von E-Mail und SMS Urlaubsgrüße am liebsten per Ansichtskarte. Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market", deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht worden sind. Jeder Zweite der 658 telefonisch Befragten gab allerdings an, überhaupt auf das Versenden von Post - egal ob elektronisch oder auf Papier - an die Zuhausegebliebenen zu verzichten.

91 Prozent all jener, die aus dem Urlaub von sich hören lassen, tun das per Ansichtskarte. 36 Prozent tippen gleich nach der Ankunft eine SMS in ihr Handy und 31 Prozent rufen mit dem Mobiltelefon zu Hause an. Die Schreiber der Kurznachrichten sind zwar unter den jungen Leuten am stärksten vertreten (47 Prozent), aber auch die Älteren SMS-en eifrig: 38 Prozent der Über-50-Jährigen Feriengruß-Verschicker tun das auf diesem Weg. Die Senioren sind auch am verlässlichsten, wenn es darum geht, sich nach der Ankunft kurz per Telefon zu Hause zu melden.

Ausgestorben

Beinahe ausgestorben ist der klassische Briefeschreiber (vier Prozent). Die einst obligatorischen Warteschlangen vor den Telefonzellen der Touristenorte dürften auch der Vergangenheit angehören. Auf diesem Weg kontaktiert nur mehr ein Prozent seine Lieben. Auf ein Packerl aus dem Urlaub darf man sich als Daheimgebliebener praktisch gar keine Hoffnung mehr machen.

Regelmäßige E-Mails, wie es ihnen geht, schicken zwölf Prozent der mitteilungsbedürftigen Urlauber nach Hause. Die Nase vorn haben auch hier die Über-50-Jährigen, von denen sogar jeder Fünfte seine Lieben online am Laufenden hält. Ein Handyfoto aus den Ferien schicken neun Prozent, wobei die Unter-30-Jährigen darauf fast ein Monopol haben. (APA)

 

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