US-Handelsbilanzdefizit höher

11. September 2008, 15:10
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Im Juli stieg das Defizit in der US-Handelsbilanz von 58,8 auf 62,2 Milliarden US-Dollar, die Importpreise waren wegen der Ölpreisentwicklung tiefer

Washington - In den USA ist das Handelsbilanzdefizit im Juli höher als erwartet ausgefallen. Das Defizit in der Handelsbilanz habe bei 62,2 Mrd. US-Dollar (44,6 Mrd. Euro) gelegen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Ökonomen hatten mit einem Defizit von 58,0 Mrd. Dollar gerechnet. Im Vormonat hatte das Defizit bei revidiert 58,8 (ursprünglich 56,8) Mrd. Dollar gelegen.

Die Importpreise sind im August deutlich stärker gesunken als erwartet. Die Einfuhrpreise seien zum Vormonat um 3,7 Prozent zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Dies ist der stärkste Preisrückgang seit 1988. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem wesentlich geringeren Rückgang um 1,7 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Preisanstieg vom Vormonat von zunächst 1,7 Prozent deutlich auf plus 0,2 Prozent nach unten revidiert.

Der starke Preisrückgang ist den Daten zufolge vor allem auf die kräftig gesunkenen Ölpreise zurückzuführen. So sanken die Importpreise für Rohöl im August um 12,8 Prozent. Dies ist der stärkste monatliche Rückgang seit April 2003. Ohne Rohöl wären die Einfuhrpreise lediglich um 0,3 Prozent gesunken.

Die Importpreise für Nahrungsmittel legten indes deutlich zu. Auf Monatssicht betrug das Plus 0,7 Prozent, im Jahresvergleich 15,9 Prozent. Der jährliche Anstieg ist das stärkste Plus seit Beginn der Aufzeichnungen. (APA/dpa-AFX)

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