Schöpfungsspiel Spore im Visier bibeltreuer Christen

11. September 2008, 14:28
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Evolution und der Spieler als Schöpfer stößt Kreationisten sauer auf - Blog sorgt für Aufregung im Web

Obwohl sich die Spieleszene mehr erwartet hatte, dürfte Spore eines der innovativsten Games der letzten Zeit sein. Spieler können ihre eigenen Wesen erschaffen, welche sich dann weiterentwickeln. Das Vorbild heißt Evolution und wird von den bibeltreuen Christen der USA weder in der Realität und offenbar auch im Spiel nicht toleriert.

Antispore

In dem Blog AntiSpore wird Stimmung gegen das Videospiel gemacht. Spore vertrete die wissenschaftliche Auffassung der Evolution und stehe damit in Widerspruch zur Bibel. Auch Figuren mit allzu dominanten Fortpflanzungsorganen und nackte Figuren, wie sie einige Nutzer kreiert haben, werden kritisiert. Der Autor des Blogs will anonym bleiben, schreibt jedoch, dass er nicht für den Electronic Arts arbeite, in Anspielung auf die Vermutung es könne sich bei dem Blog um ein Marketing-Tool von Electronic Arts handeln.

Kreationismus

Kreationisten vertreten die Meinung, dass Gott den Menschen und die Tiere ohne "Trail und Error" - also die Evolution - erschaffen habe. Die religiöse Strömung, die vor allem in den USA beheimatet ist, legt die Bibel und den Schöpfungsmythos wörtlich aus. Die wissenschaftliche Auffassung der Evolution wird von den Kreationisten abgelehnt. Gott würde kein verbesserungswürdiges, sondern von Anfang an ein perfektes Wesen erschaffen, so die Meinung der Kreationisten. (red)

  • In Spore können Spieler eigene Kreaturen erschaffen und ihnen bei der Evolution zusehen
    foto: ea

    In Spore können Spieler eigene Kreaturen erschaffen und ihnen bei der Evolution zusehen

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