Kostenloses Tool für mehr Privatsphäre bei Google Chrome

11. September 2008, 11:19
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"Kill-ID für Chrome" überschreibt die Chrome-ID zur Browseridentifikation nicht nur mit Nullen, sondern löscht sie komplett mitsamt dem Zeitstempel

In einer Aussendung hat der Hersteller AlmiSoft seine neueste Anwendung Kill-ID für Chrome angekündigt. Die kostenlose Software soll für mehr Privatsphäre im Umgang mit dem neuen Google-Browser "Chrome" sorgen.

Kill-ID für Chrome

Kurz nach dem Erscheinen von Gogole Webbrowser "Chrome", der innerhalb kürzester Zeit millionenfach aus dem Netz geladen wurde, tauchten erste datenschutzrechtliche Bedenken ob der Datensammelleidenschaft des Browsers auf. "Chrome" übernimmt viele Daten zum Surf-Verhalten der AnwenderInnen und sendet diese zur Weiterverarbeitung an Google. Das kostenlose Windows-Programm "Kill-ID für Chrome" löscht die individuelle Browser-ID samt Zeitstempel und bietet drei weitere Optionen an, die für mehr Privatsphäre im Umgang mit dem Browser sorgen sollen.

Jedem Browser seine ID

"Jeder Chrome-Browser erhält zunächst eine ganz individuelle und dauerhafte ID, über die er sich online leicht identifizieren lässt. Viele Informationen über die Art und Weise, wie der Chrome-Nutzer seinen Browser nutzt, werden an Google übertragen. Wer das nicht möchte, nutzt die kostenlose Software Kill-ID für Chrome, um seine Privatsphäre wieder herzustellen. Das Tool überschreibt die Chrome-ID zur Browseridentifikation nicht nur mit Nullen, sondern löscht sie komplett mitsamt dem Zeitstempel. Anschließend ist Chrome wieder ein ganz normaler, anonymer Browser, der keine personalisierten Daten mehr senden kann", so die Aussendung.

Weitere Optionen

Drei weitere Optionen stehen im Menü von Kill-ID für Chrome bereit. Diese Optionen stehen zwar auch in den Chrome-Einstellungen selbst zur Verfügung, sie werden dort aber in einen anderen Kontext gestellt, sodass die BenutzerInnen oft nicht erahnen, dass es dabei auch um den Schutz der eigenen Privatsphäre geht. Bei Kill-ID für Chrome stehen diese Optionen auf einen Blick zur Verfügung und lassen sich ganz nach Belieben ein- und ausschalten:

Vorschläge zur Vervollständigung übermitteln: Immer, wenn der Anwender eine Eingabe in der Adresszeile von Chrome vornimmt, übermittelt der Browser diese Daten an Google und bietet dann umgehend verschiedene Alternativen zur automatischen Vervollständigung der Eingaben an. Wer diesen Dienst ausschalten möchte, kann dies ab sofort gern tun.

Vorschläge für Navigationsfehler übermitteln: Vertippt sich der Benutzer bei der Eingabe einer Internet-Adresse oder gibt eine Adresse ein, die nicht existiert, so werden auch diese Eingaben an Google übermittelt, damit der Dienst Vorschläge für andere, vielleicht besser geeignete Web-Seiten unterbreiten kann. Auch diese Weitergabe von Informationen lässt sich deaktivieren.

Nutzungsstatistiken und Absturzberichte übermitteln: Wer nicht möchte, dass die eigenen Internet-Aktivitäten und das Nutzungsverhalten an Google übermitteln wird, kann auch diese Funktion ausschalten. Kill-ID für Chrome kann auch das Programm Google Update deaktivieren, das Chrome im Hintergrund mit auf dem Rechner installiert und das bei jedem Windows-Start automatisch neu aufgerufen wird.

Keine Konflikte

Kill-ID für Chrome bietet außerdem an, alle offenen Chrome-Fenster zu schließen, während die Einstellungen verändert werden, sodass keine Konflikte auftreten können. Autor Alexander Miehlke: "Das Löschen der ID steht mitunter im Widerspruch mit den Chrome Nutzungsbedingungen. Hier muss jeder Anwender selbst die Entscheidung treffen, ob er zugunsten seiner Privatsphäre in die Chrome-Konfiguration eingreift. Alle durchgeführten Änderungen lassen sich aber auch von Kill-ID für Chrome wieder rückgängig machen." Kill-ID für Chrome 1.1 unterstützt Windows XP und Vista. Das kostenlose Programm kann direkt von der Homepage heruntergeladen werden.(red)

 

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