Kfz-Markt spürt die Krise

11. September 2008, 10:45
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Die Zahl der Neuzulas­sungen ging im August im Vormonatsvergleich um 13 Prozent zurück, Mazda und Opel waren besonders betroffen

Wien - Die gedämpfen Konjunkturaussichten und steigende Preise haben nun auch den Kfz-Markt erfasst. Insgesamt wurden im August 27.712 Fahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen, was einem Minus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Bei den Pkw wurde ein Rückgang von 14,3 Prozent verzeichnet, die Zahl der neu zugelassenen Lkw ging um 22 Prozent zurück. Einbußen erlitten auch die Motorfahrräder und Motorräder (-9,3 Prozent beziehungsweise -0,6 Prozent). Zulegen konnten hingegen die Leichtmotorräder (+31,7 Prozent).

Im heurigen August wurden 18.285 Pkw zugelassen, um 3.044 Stück weniger als noch vor einem Jahr, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit. Die hohen Spritpreise hätten sich vor allem auf die dieselbetriebenen Autos (Anteil: 50,6 Prozent) ausgewirkt, deren Zulassungen um 22,3 Prozent (-2.652 Autos) zurückgingen. Benzinbetriebe Pkw (Anteil 48,6 Prozent) gingen um 4,4 Prozent zurück.

<b>VW an der Spitze</b>

Bei den Neuzulassungen steht VW im August mit einem Anteil von 16,8 Prozent, gemessen an allen Pkw-Neuzulassungen, weiterhin an der Spitze, obwohl ein Rückgang von 8,4 Prozent verzeichnet wurde. Rückgänge verzeichneten auch Mazda (-30,1 Prozent), Opel (-21,2 Prozent), Peugeot (-18,7 Prozent), Skoda (-14,1 Prozent) und Fiat (-2,9 Prozent). Zulegen konnte hingegen Seat (+69,3 Prozent), Ford (+18,9 Prozent), Audi (+14,9 Prozent) und Renault (+4,4 Prozent).

Im Zeitraum von Jänner bis August wurden insgesamt 296.378 Fahrzeuge zugelassen (+1 Prozent). Die Zahl der Pkw blieb mit 209.648 Stück beinahe unverändert, so die Statistiker (+0,1 Prozent). Die Neuzulassungen der Benziner legte um 6.869 Stück (+8,1 Prozent) zu, während die dieselbetriebenen Pkw um 7.132 Stück (-5,8 Prozent) zurückgingen.

Zunahmen verzeichneten auch Lkw (+5,6 Prozent), Sattelfahrzeuge (+0,2 Prozent) sowie land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen (+1,8 Prozent). (APA)

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