Wiener Börse am Donnerstag: Tiefststand seit Oktober 2005

11. September 2008, 18:22
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Banken sehr schwach - Raiffeisen International fallen um 7,3 Prozent

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 43,94 Punkte oder 1,33 Prozent auf 3.255,55 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 69 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.325 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,82 Prozent, DAX/Frankfurt -0,50 Prozent, FTSE/London -0,76 Prozent und CAC-40/Paris -0,80 Prozent.

Der heimische Aktienmarkt ist nach einem verhalten positiven Start ins Minus abgerutscht. Am Nachmittag konnte er sich noch gegen die deutlich schwächere Tendenz an den Leitbörsen abgrenzen und nur leichte Verluste verbuchen, nach der Wall Street-Eröffnung reihte sich der ATX jedoch nahtlos in die Liste der Verlierer ein und schloss auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2005.

Dabei belasteten vor allem die Bankenwerte den Index, die ihre Vortagesverluste mit beschleunigter Geschwindigkeit fortsetzten. Raiffeisen International brachen um 7,34 Prozent auf 66,81 Euro ein (1,007.796 Stück) und Erste Group verloren 2,82 Prozent auf 38,91 Euro (2,182.767 Stück).

Dagegenhalten konnten OMV, gestützt von einem höheren Ölpreis und einem festeren Sektor im Euro-Stoxx-600. Die Titel kletterten um 4,36 Prozent auf 38,32 Euro (873.858 Stück).

Versorger leicht erholt

Leicht erholen konnten sich auch die Versorger. Verbund verbesserten sich um 0,69 Prozent auf 42,09 Euro (280.618 Stück). EVN gewannen um 0,91 Prozent auf 16,70 Euro (84.227 Stück).

Bei den Versicherern zeigten sich entgegen der internationalen Schwäche des Sektors Vienna Insurance Group um 2,43 Prozent fester bei 38,74 Euro (163.045 Stück). Am Vortag hatte die Aktie massiv nach gegeben.

Nachrichten gab es von voestalpine. Der Konzern baut seine Zusammenarbeit mit Kobe Steel im Bereich Automotive aus. Die Papiere schlossen um 1,40 Prozent tiefer bei 29,53 Euro (883.200 Stück).

Die AUA-Aktien verloren 5,98 Prozent auf 6,13 Euro (787.369 Stück). Hier meldeten sich die Analysten der Citigroup mit einer Reduktion der Anlageempfehlung von "Hold" auf "Sell" zu Wort. Die Turkish Airlines hat für eine Übernahme der AUA zwar abgewunken, dafür zeigt dir russische S7 starkes Interesse. Ein Händler bewertet dies als sehr positiv für die AUA-Aktie. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner von heute

  1. MASCHINENFABRIK HEID AG +7,50 Prozent
  2. OMV AG +4,36 Prozent
  3. CENTURY CASINOS INC +2,75 Prozent
  4. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE +2,57 Prozent
  5. POLYTEC HOLDING AG +2,47 Prozent
  6. VIENNA INSURANCE GROUP +2,43 Prozent
  7. STRABAG SE +1,74 Prozent
  8. AVW INVEST AG +1,24 Prozent
  9. UNTERNEHMENS INVEST AG +1,23 Prozent
  10. KAPSCH TRAFFICCOM AG +0,97 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von heute

  1. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -7,34 Prozent
  2. AUSTRIAN AIRLINES AG -5,98 Prozent
  3. BWIN INT. ENTERT. AG -5,65 Prozent
  4. ANDRITZ AG -5,24 Prozent
  5. CA IMMO INTERNATIONAL AG -4,53 Prozent
  6. RHI AG -4,52 Prozent
  7. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG -3,69 Prozent
  8. PALFINGER AG -3,53 Prozent
  9. WIENERBERGER AG -3,22 Prozent
  10. ZUMTOBEL AG -2,85 Prozent
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