Vevera holt zweites ÖPC-Gold

11. September 2008, 09:04
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Tischtennisspieler feiert 3:0-Finalsieg über den Koreaner Jae-Kwan Cho, dem er in der Vorrunde noch unterlegen war

Peking - Österreichs Behindertensportler haben bei den 13. Paralympics in Peking ihr zweites Gold geholt. Tischtennisspieler Andreas Vevera gewann am Donnerstag im "University Gymnasium" das Finale in der Klasse 1 gegen den Koreaner Jae-Kwan Cho, dem er in der Vorrunde noch unterlegen war, klar mit 3:0 (11:7,11:9,11:9). Bereits am Dienstag hatte Andrea Scherney in ihrem ersten Weitsprung-Versuch in der Klasse F44 (Unterschenkelamputation) auf 4,82 m Gold für Österreich geholt.

Vevera begann gegen Cho stark und führte rasch 3:0. Eine Führung, die er bis zum 11:7-Satzgewinn nicht mehr aus der Hand gab. Im zweiten Satz zog Vevera schnell auf 7:1 davon, dann erst kam der Koreaner ins Spiel. Bei 9:9 nahm sich Cho ein Timeout, das Vevera nützte, um die Konzentration wieder zu finden. 11:9 lautete der Endstand im zweiten Durchgang. Der dritte Satz war lange hart umkämpft. Vevera war schließlich mit 7:9 im Rückstand und nahm seinerseits eine Auszeit. Danach machte der Koreaner keinen Punkt mehr. Vevera schloss den ersten Matchball souverän ab und gewann 3:0.

"Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl, die Halle war voll, die Stimmung war großartig. Ich bin zu diesem Erfolg getragen worden. Die Österreich-Anfeuerungsrufe haben mich beflügelt. Gold für Österreich und das im Tischtennisland China - ich bin echt überwältigt!", freute sich Vevera.

Das "Vogelnest"-Stadion dürfte Läufer Günther Matzinger besonders motivieren. Nach seinem sehr guten siebenten Platz über 200 Meter setzte der Salzburger am Donnerstag noch einen drauf und gewann seinen Vorlauf über 400 Meter. Damit nicht genug, erzielte Matzinger mit 49,43 Sekunden persönliche Saisonbestleistung und war nur um vier Hundertstel lSekunden langsamer als der Sieger des zweiten Vorlaufs, der Australier Francis Heath. Das Finale läuft Matzinger morgen Abend um 18.42 Uhr Pekinger Zeit (12.42 Uhr MESZ).

Licht und Schatten gab es heute für Rollstuhl-Tennisspieler Martin Legner. Der Tiroler, bisher im Einzel souverän, musste sich im Achtelfinale dem Niederländer Ronald Vink in zwei Sätzen geschlagen geben. Am Nachmittag im Doppel klappte es besser. Das Duo Legner/Thomas Mossier schlug die französische Paarung Majdi/Peifer mit 6:3, 6:4. Im zweiten Satz konnten die Österreicher bei 1:4 zwei Breaks Rückstand aufholen. Morgen Nachmittag bestreiten Legner/Mossier das Viertelfinale - Gegner sind aber ausgerechnet die als Nummer 1 gesetzten Paralympiasieger von Athen, Kunieda/Saida aus Japan.(APA)

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    Andreas Vevera zieht durch und...

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    ...holt sich souverän Gold.

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