Stubenberg: Elektriker nach Sturz in Schacht ertrunken

11. September 2008, 08:38
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Steirer wollte eine ins Wasser gefallene Motorsense bergen und kam dabei ums Leben

Graz - Ein 56-jähriger Elektriker ist am Dienstag in einem Kraftwerksschacht beim steirischen Kraftwerk Röhsler in Stubenberg im Bezirk Hartberg ertrunken. Der Mann wollte eine Motorsense aus dem Kraftwerksschacht holen und stürzte dabei in den Dammbereich und ertrank. Die Leiche des Mannes wurde erst am Mittwoch gefunden.

Der Elektriker des E-Werkes Stubenberg wollte am Dienstag Mäharbeiten im Dammbereich durchführen. Da der Mann am Mittwoch in der Früh noch immer nicht zu Hause war, begab sich seine Gattin zur Arbeitsstelle. In der Folge wurde sofort eine Suche an den betreffenden Örtlichkeiten durchgeführt. Beim Kraftwerk Röhsler konnte dann das Dienstfahrzeug mit dem gesamten Werkzeug aufgefunden werden. Nach vorerst erfolgloser Suche wurde er schließlich im Staumauerbereich unter der Wasseroberfläche entdeckt. Der leblose Oststeirer konnte von Tauchern der Feuerwehr Stubenberg aber nur mehr tot aus dem Wasser geborgen werden.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der 56-jährige seine Motorsense am Plateau des bewachsenen Generatordaches im Staubereich des Kraftwerkes abgelegt hatte. Aus unbekannter Ursache fiel die Motorsense in den angrenzenden Fallschacht des Grobrechens und anschließend in den Wasser führenden Dammbereich. Der 56-jährige stieg hierauf über die Fallstufe in den Schacht und wollte mit einer Hackenstange die Motorsense aus dem zwei Meter tiefen Wasser angeln. Dabei rutschte der 56-jährige aus, schlug mit dem Kopf gegen die Betonwand und stürzte ins Wasser, wo er anschließend ertrank. Es konnten keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden werden. (APA)

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