Bundesliga-Flop kommt Kirch-Firma Sirius teuer zu stehen

10. September 2008, 17:35
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Kirch hatte der Bundesliga Einnahmen von 500 Mio. Euro pro Spielzeit versprochen

München  - Der Flop bei der Vermarktung der Bundesliga-Rechte kommt die Kirch-Firma Sirius einem Medienbericht zufolge teuer zu stehen. Sirius habe durch das Scheitern der geplanten Ausschreibung der TV-Rechte ab der Saison 2009/10 mehr als zehn Mio. Euro verloren, berichtete die Wochenzeitung "Die Zeit" am Mittwoch im Voraus aus ihrer neuen Ausgabe.

Der Münchner Medienmogul Leo Kirch hatte der Bundesliga Einnahmen von 500 Mio. Euro pro Spielzeit versprochen - 80 Mio. Euro mehr als bisher.

Die Summe sollte vor allem durch höhere Zahlungen des Pay-TV-Senders Premiere eingespielt werden. Das hätte aber nur funktioniert, wenn die ARD-Sportschau im frei empfangbaren Fernsehen auf einen späteren Sendetermin gerutscht wäre und Premiere dadurch seinen Kunden mehr Exklusivität hätte bieten können. Diese Pläne hat das Kartellamt durchkreuzt, das auf eine frühzeitige Ausstrahlung der Zusammenfassungen am Samstag im frei empfangbaren Fernsehen besteht.

Sirius wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und Sirius sprechen derzeit über eine Aufhebung ihrer Verträge. Branchenkenner rechnen erst danach mit einer Ausschreibung durch die DFL, die sich womöglich bis zum Jahresende hinziehen könnte. (APA/Reuters)

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