Telekom Austria - Spekulationen über neuen Käufer lassen Börse kalt

10. September 2008, 14:01
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Wie es mit der Telekom weiter geht, hängt von der nächsten Regierung ab

Während in der Vergangenheit der Kurs der teilstaatlichen Telekom Austria bei Spekulationen über den Einstieg eines Partners sensibel reagierte, negierten diesmal die Anleger entsprechende Meldungen. Mittwochmittag lag der Kurs der Telekom Austria bei 14,90 Euro, ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortag.

Hält nichts von staatlichen Beteiligungen

Wie berichtet soll die ägyptische Orascom Interesse haben, wobei deren Chef Naguib Sawiris in der Vergangenheit betont hatte, dass er nichts von staatlichen Beteiligungen hält. Außerdem ist er primär am Mobilfunk interessiert, was möglicherweise eine Aufteilung der Telekom in den Festnetz- und Mobilfunkbereich voraussetzen würde. Im Gegensatz zum Handygeschäft läuft der Festnetzsektor der Telekom eher zäh.

Während die Spekulationen, wer aller an der Telekom interessiert sein soll, heute weitergingen, bleiben die drängenden Fragen offen: Was geschieht mit dem angeblichen Überhang an beamteten Mitarbeitern, bleibt der Konzern in der derzeitigen Struktur oder gibt es eine Aufteilung in Festnetz und Mobilfunk, wird ein strategischer oder ein Finanzinvestor gesucht, was passiert mit dem weiteren Netzausbau u.s.w.

Neue Regierung

Vieles hängt davon ab, welche neue Regierung Österreich bekommt. SPÖ, Grüne und FPÖ haben sich in der Vergangenheit immer kritisch zu einer weiteren Privatisierung geäußert. Anders sieht das die ÖVP, die sich für weitere Privatisierungsschritte ausgesprochen hat. Aber derzeit ruht ohnehin alles, da es keinen Privatisierungsauftrag für die Telekom Austria gibt. Die Österreicher halten derzeit noch 27,37 Prozent, der Rest ist im Besitz institutioneller und privater Anleger. (APA)

 

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