IEA senkt Prognose für Ölnachfrage

10. September 2008, 11:58
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Nachfrage steigt heuer nur um 0,8 Prozent auf 86,8 Millionen Fass pro Tag

Paris - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage 2008 und 2009 erneut zurückgenommen. Die Nachfrage werde in diesem Jahr nur um 0,8 Prozent auf 86,8 Mio. Fass pro Tag (mb/d) steigen, erklärte die IEA am Mittwoch in ihrem Marktausblick zum 25. Jubiläum ihrer Marktberichte. Das sind 100.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag weniger als bisher erwartet. Für 2009 nahm die IEA ihre Prognose für die Nachfrage um 140.000 Barrel zurück und erwartet jetzt nur noch einen Anstieg um ein Prozent auf 87,6 mb/d.

Der Preis für Öltermingeschäfte rutschte Anfang September dem Bericht zufolge auf rund 100 Dollar je Fass. Die Nachfrage in den westlichen Industriestaaten habe nachgegeben, was die preistreibende Wirkung der Wirbelstürme in der Karibik ausgeglichen habe.

Die IEA gibt den Ölmarktbericht seit September 1983 heraus. In den Jahren von 1983 bis 2001 schwankte der Ölpreis zwischen 14 und 30 Dollar je Fass. Anschließend ging es steil aufwärts. Für die nächsten 25 Jahre mahnt die IEA größere Transparenz der Produktionspläne an, um einen besseren Blick auf die Marktentwicklung zu bekommen. "Gut funktionierende Märkte brauchen Transparenz", hieß es. (APA/dpa)

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