Vana wieder Frauensprecherin der Grünen

10. September 2008, 10:56
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Stadträtin mit 98 Prozent zum vierten Mal gewählt: "Bestätigung für frauenpolitischen Kurs" - Grüne will Unternehmen punkto Gleichstellung stärker in die Pflicht nehmen

Wien - Bei der Vollversammlung der Grünen Frauen Wien am Dienstag wurde Monika Vana mit einer Mehrheit von 98 Prozent bereits zum vierten Mal zur Frauensprecherin gewählt. Vana sieht darin eine Bestätigung für ihren frauenpolitischen Kurs, betont sie in einer Aussendung am Mittwoch: "Frauen haben ein Recht auf volle Gleichstellung. Das erfordert einen beharrlichen Kampf gegen die Einkommensunterschiede, mehr Frauen in Spitzenfunktionen und Rahmenbedingungen wie einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, die Frauen eine existenzsichernde Vollzeitbeschäftigung ermöglichen."

Verbindliche Frauenförderpläne


Zudem müssten Unternehmen punkto Gleichstellung von Frauen und Männern "endlich in die Pflicht genommen werden", so Vana. "In Anbetracht wachsender Einkommensunterschiede, nicht Existenz sicherender Beschäftigungen und der 'Gläsernen Decke' fordern wir die sofortige Umsetzung der Koppelung von öffentlichen Förderungen und Aufträgen an betriebliche Frauenförderpläne.

"Freiwilligkeit hat versagt"

Sie verwies auf ein Grünes fertiges Modell der Gleichbehandlungsbilanzen, das mit ExpertInnen entwickelt und in der Praxis "erfolgreich getestet" wurde. Anhand von Kriterien wie Einkommen und Zahl der Vollbeschäftigungsverhältnisse könne so beurteilt werden, wie es in Unternehmen mit der Gleichstellung von Frauen und Männern aussieht. "Wien könnte dieses Modell sofort umsetzen, wenn die SPÖ nur will", so Vana. "Es gibt sogar ein rot-grünes Projekt zur Bindung öffentlicher Aufträge an Frauenförderpläne. Die beharrliche Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt zeigt, dass die bisher gesetzten Maßnahmen seitens der Politik sich als nicht effektiv erweisen. Das Prinzip Freiwilligkeit hat bei Unternehmen eindeutig versagt," schloss die neue alte Frauensprecherin der Grünen. (red)

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    Foto: APA/Grüne

    Monika Vana ist davon überzeugt, dass punkto Gleichstellung von Frauen und Männern in Unternehmen "das Prinzip Freiwilligkeit eindeutig versagt" hat.

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