Zeitungsherausgeber wegen kritischem Bericht inhaftiert

11. September 2008, 08:00
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20.000 Euro Strafe nach Bericht über Autounfall eines Neffen des Staatschefs

Bischkek - In Kirgistan hat die Polizei den Herausgeber einer regierungskritischen Zeitung inhaftiert, nachdem dieser über den Autounfall eines Neffen des Präsidenten Kurmanbek Bakijew berichtet hatte. Der Journalist Babyrbek Schaanbekow habe die ihm auferlegte Geldstrafe nicht bezahlen können und sei deshalb in Haft gekommen, sagte sein Anwalt am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Schaanbekow hatte den Neffen des Staatschefs, Asylbek Salijew, in der Zeitung "Alibi" beschuldigt, einen fatalen Autounfall verursacht zu haben.

Schaanbekow selbst bezeichnete die Strafe gegen ihn als "politische Repression unabhängiger Medien". Die wöchentlich erscheinende Zeitung "Alibi" war zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 20.000 Euro verurteilt worden, nachdem sie bereits im Jänner über den Autounfall berichtet hatte. (APA)

 

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