Mehr Todesopfer durch Alkolenker

9. September 2008, 18:55
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Anstieg um 22,7 Prozent - Gesamtzahl der Verkehrsopfer um zwölf Prozent gesunken

Wien - In Österreich ist im ersten Halbjahr 2008 die Zahl der Verkehrstoten durch Alkoholunfälle um 22,7 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Statistik Austria kamen bei Unfällen mit Alkolenkern 27 Menschen ums Leben - um fünf mehr als im Vergleichszeitraum 2007. Stark zugenommen (plus 59 Prozent) hat auch die Zahl der Verkehrstoten auf Autobahnen. Insgesamt ging die Zahl der Verkehrstoten allerdings zurück, es gab auch weniger Unfälle und Verletzte.

Jeder zwölfte Verkehrstote im Zeitraum von Jänner bis Juni wurde laut Statistik Austria Opfer eines Alkoholunfalls. Mit 27 Getöteten wurde der höchste Halbjahreswert der vergangenen drei Jahre registriert. Der Anteil der an Unfällen beteiligten männlichen Alkolenker war mit 4,7 Prozent mehr als dreimal so hoch als jener der Frauen (1,4 Prozent). Negative Spitzenreiter waren die 20- bis 21-jährigen Männer mit einem Anteil von rund acht Prozent.

Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr insgesamt ist im ersten Halbjahr 2008 um zwölf auf 312 zurückgegangen (minus 3,7 Prozent). Bei Unfällen mit Personenschaden (insgesamt: 17.953) gab es eine Abnahme um sechs Prozent. Die Anzahl der Verletzten sank um 6,5 Prozent auf 23.233.

Während Unfälle, an denen Pkws und Motorräder beteiligt waren, ebenso zurückgingen wie die Opferzahlen, hat sich die Anzahl der getöteten Fußgänger und Radfahrer erhöht. Rund drei Viertel aller Verkehrstoten waren auf Freilandstraßen zu beklagen, 26 Prozent fielen Unfällen im Ortsgebiet zum Opfer.

Sieben Kinder, um zwei weniger als 2007, kamen im ersten Halbjahr 2008 bei Verkehrsunfällen ums Leben, 1641 wurden verletzt (minus 9,4 Prozent). Die Zahl der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, sank um 10,8 Prozent auf 1495.

Unverändert blieb mit 23 die Zahl der Unfälle auf Bahnübergängen. Auch bei den Verletzten (27) gab es nahezu keine Veränderung. Bei Kollisionen mit Zügen starben in den ersten sechs Monaten sieben Menschen. Im Jahr davor waren es fast doppelt so viele (13 Getötete). (APA, DER STANDARD - Printausgabe, 10. September 2008)

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