Hilferuf der US-Autobauer

9. September 2008, 18:53
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Die verlustreichen US-Autobauer General Motors (GM), Ford und Chrysler drücken bei ihrem Ruf nach staatlichen Hilfen in Milliardenhöhe aufs Tempo

New York - General Motors, Ford und Chrysler wollen sich laut US-Medien möglichst noch vor der Präsidentschaftswahl im November zinsgünstige Kredite von bis zu 50 Mrd. Dollar (35,2 Mrd. Euro) sichern. Nach dem Ende der Sommerpause in Washington haben die Konzerne in dieser Woche demnach ihren politischen Druck nochmals erhöht.

Ford-Chef Alan Mulally zeigte sich zuversichtlich, dass der Kongress schnelle und umfangreiche Hilfe genehmigen könnte. Mit den Krediten wollen die Autobauer die Entwicklung sparsamerer Autos finanzieren und schneller vorantreiben. Viele Politiker seien überzeugt, dass mehr Geld diesen Wandel beschleunigen könnte, sagte Mulally laut Wall Street Journal.

Die zwei Präsidentschaftsbewerber John McCain und Barack Obama haben ihre Unterstützung signalisiert. Bereits 2007 hatten die Hersteller im Rahmen eines Energiegesetzes 25 Mrd. Dollar zugesagt bekommen, die allerdings noch nicht ausgezahlt wurden. Angesichts der Talfahrt besonders auf dem US-Automarkt wollen die Konzerne nun rund doppelt so hohe billige Kredite. Am Finanzmarkt müssten sie dafür wegen ihrer Schieflage weit höhere Zinsen zahlen als bei staatlich subventionierten Darlehen. (dpa, DER STANDARD, Printausgabe, 10.9.2008)

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