Wissen:EU-Konzession steht infrage

9. September 2008, 18:40
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Angenommen eine russische, chinesische oder türkische Airline übernähme die Mehrheit an der Austrian Airlines, würde die AUA sofort ihre Konzession als EU-Fluglinie verlieren, ungeachtet einer österreichischen Minderheitsbeteiligung. Damit verbunden sind auch diverse Verträge, wie Landerechte innerhalb Europas. Entscheidend ist laut EU-Betriebsgenehmigungsverordnung 2407/92, in welchem Land die Entscheidungen getroffen werden. Die Staatsholding ÖIAG darf aber laut EU-Recht kein Unternehmen, auch wenn es außerhalb der Union zu Hause ist, von vorne herein vom Bieterprozess ausschließen. Allerdings sollen maximal 28 Prozent an der AUA an eine andere Airline gehen (Aktien der ÖIAG, eigene Aktien plus die Aktien der Banken, Versicherungen minus angepeilte rot-weiß-rote Sperrminorität). 49 Prozent stehen im Streubesitz. (szem, DER STANDARD, Printausgabe, 10.9.2008)

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