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9. September 2008, 16:59
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Termineinlagen erfreuten sich im ersten Halbjahr großer Beliebtheit und legten um 16 Prozent zu, die Gesamteinlagen stiegen um 3,2 Prozent

Wien - Die Österreicher haben auch im ersten Halbjahr 2008 wieder fleißig gespart. Das Wachstum der gesamten Einlagen fiel allerdings etwas geringer aus, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vor allem die für einen befristeten Zeitraum angelegten Termineinlagen (Festgeld) sind kräftig gestiegen, während die Spareinlagen nur ein moderates Wachstum verzeichneten.

Die Gesamteinlagen bei allen in Österreich meldepflichtigen Kreditinstituten sind gegenüber dem Jahresende 2007 um 3,2 Prozent oder 8,29 Mrd. Euro auf 266,5 Mrd. Euro gestiegen, teilt die Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) heute, Dienstag, mit. Im Vorjahr betrug das Wachstum noch 4,5 Prozent bzw. 10,23 Mrd. Euro.

Deutlich mehr Geld wurde in Termineinlagen angelegt. Diese nahmen um 16,2 Prozent oder 6,57 Mrd. Euro zu. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass neue Produkte wie Festgeld, die früher nur von den Direktbanken angeboten wurden, jetzt auch von den großen Universalbanken angeboten werden, hieß es aus der Nationalbank auf APA-Anfrage. Auch gingen tendenziell immer mehr Spareinlagen zu den Termineinlagen.

Spareinlagen legen leicht zu

Die Spareinlagen nahmen im ersten Halbjahr um 1,5 Prozent auf 148,3 Mrd. Euro zu. Die Sichteinlagen wiesen mit -0,6 Prozent bzw. -0,45 Mrd. Euro sogar einen leichten Rückgang auf 71 Mrd. Euro auf.

Trotz des Anstiegs der Gesamteinlagen setzt sich der Trend der zurückgehenden Bedeutung der Einlagen für die Refinanzierung weiter fort. Ihr Anteil an der Bilanzsumme ging in den letzten fünf Jahren um fast 6 Prozentpunkte und seit 1995 sogar um mehr als 11 Prozentpunkte auf 27,4 Prozent zurück, so die OeNB.

Ende Juni 2008 verteilten sich die Einlagen auf 55,6 Prozent Spareinlagen (-0,9 Prozentpunkte), 26,6 Prozent Sichteinlagen (-1,1 Prozentpunkte) und 17,8 Prozent Termineinlagen (+2,0 Prozentpunkte). Der Anteil der Top Ten Banken im Bereich der Einlagen reduzierte sich von 45,4 Prozent auf 45,1 Prozent. (APA)

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