Top-10 breiten sich aus

9. September 2008, 15:13
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Marktanteil der zehn größten Banken ist leicht gestiegen - Bilanzsummenwachstum auf Rekordniveau

Wien - Der Marktanteil der zehn größten in Österreich meldepflichtigen Kreditinstitute ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Jahresende 2007 um einen Prozentpunkt gestiegen. Gemessen an der Bilanzsumme erreichten sie Ende Juni 2008 einen Anteil von 57,4 Prozent, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) heute, Dienstag, weiter mit.

Die unkonsolidierte Bilanzsumme wuchs im ersten Halbjahr 2008 um 8,1 Prozent oder 72,7 Mrd. Euro auf 972,24 Mrd. Euro angewachsen. Das ist das höchste Wachstum seit 1995. Für diese Entwicklung war primär das Zwischenbankgeschäft im In- und Ausland verantwortlich.

Ende Juni beliefen sich die Direktkredite auf 293,47 Mrd. Euro (+2,9 Prozent), davon waren 243,54 Mrd. in Euro denominiert. Der Anteil der Fremdwährungskredite lag bei 17 Prozent. Der Anteil der Top Ten Banken an allen Direktkrediten blieb gegenüber dem Ultimo 2007 mit 46,0 Prozent auf fast gleichem Niveau.

Die Auslandsforderungen stiegen um 11,2 Prozent bzw. 39,26 Mrd. Euro (im Vorjahr: +16,0 Prozent), die Auslandsverbindlichkeiten um 8,7 Prozent bzw. 23,85 Mrd. Euro (im Vorjahr: +6,5 Prozent). Sowohl bei den Forderungen als auch bei den Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland wurden die größten Volumina im Zwischenbankverkehr festgestellt.

Auslandsaktiva

Durch die stark unterschiedlichen Wachstumsraten weitete sich die Nettoforderungsposition österreichischer Kreditinstitute gegenüber dem Ausland um weitere 15,41 Mrd. Euro auf 93,10 Mrd. Euro aus. Ende Juni 2008 lag der Anteil der Auslandsaktiva (390,29 Mrd. Euro) an der Bilanzsumme erstmalig bei über 40 Prozent (40,1 Prozent) und jener der Auslandspassiva (297,19 Mrd. Euro) bei 35,4 Prozent. Vor fast vier Jahren war die Nettoauslandsposition noch ausgeglichen gewesen. Damals errechnete sich ein Anteil des Auslandsgeschäftes gemessen an der Bilanzsumme von rund 31 Prozent.

Die nach den neuen Bestimmungen von Basel II errechneten, unkonsolidierten anrechenbaren Eigenmittel betrugen Ende Juni 81,02 Mrd. Euro, was eine vergleichsweise sehr geringe Erhöhung in den ersten sechs Monaten 2008 um 1,08 Mrd. Euro bzw. 1,36 Prozent bedeutete. Mit 60,41 Mrd. Euro entfielen rund 75 Prozent der Eigenmittel auf das Kernkapital. Die unkonsolidierte Eigenmittelausstattung in Prozent der Bemessungsgrundlage (solvency ratio) betrug 16,9 Prozent (-0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Ultimo 2007). (APA)

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