Österreicher in Syrien verhaftet

9. September 2008, 15:02
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Soll Kontakte zur Opposition gehabt haben - Menschenrechtsorganisation protestiert

Damaskus/Wien - Am Flughafen von Damaskus soll am 18. August ein Österreicher syrischer Abstammung verhaftet worden sein. Das meldete die syrische Menschenrechtsorganisation NOHR am Dienstag. Der 51-jährige Mithal Mohanna sei in Syrien auf Urlaub gewesen und vor seinem Rückflug nach Österreich vom Geheimdienst festgenommen worden. Ihm werde Kontakt zu einem syrischen Exil-Oppositionspolitiker vorgeworfen. Die Menschenrechtsorganisation bezeichnet den Vorwurf als ungerechtfertigt.

Mohanna soll mit dem früheren syrischen Diplomaten Mohammad Luai al-Hamawi in Verbindung gestanden sein, so die Anklage des Geheimdienstes. Hamawi war im vergangenen Juli der von Exil-Syrern in Deutschland gegründeten Partei für Modernität und Demokratie beigetreten. NOHR erklärte die Verhaftung für "illegal", Mohanna, der seit rund 30 Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, habe keinerlei Kontakt zu Oppositionsgruppen im Ausland.

Aus dem österreichische Außenministerium lag bisher keine Stellungnahme vor. (APA/dpa)

 

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