England: Dreijährige nach Unwettern 50 Meter durch Kanal gespült

9. September 2008, 14:27
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Mädchen überlebte nahezu unverletzt - Vater rettete sein Kind durch Sprung in Fluss

London - Ein drei Jahre altes Mädchen ist bei Überschwemmungen in Großbritannien rund 50 Meter durch ein Abflussrohr in einen Fluss gespült worden. Wie durch ein Wunder überlebte das Mädchen jedoch mit einigen Schrammen. Wie der Vater Mark Baxter Medienberichten vom Dienstag zufolge sagte, habe er seine Tochter Leona mit einem Sprung in den angeschwollenen Fluss in der nordostenglischen Grafschaft Durham gerettet.

Die Eltern waren mit der Dreijährigen, ihrer Schwester und ihrem Hund im Park spazieren gegangen. Leona verschwand plötzlich, als sie in einer Wasserlacke planschte. Ihr Vater griff voller Panik in das stehende Wasser und entdeckte den offenen Kanaldeckel. "Ich dachte, wenn sie irgendwo ausgespuckt wird, dann im Fluss", sagte der 34-Jährige. "Ich bin zum Fluss gerannt, ich dachte, ich habe Leonas Mantel gesehen. Aber es war nicht nur ihr Mantel, es war Leona mit dem Gesicht unter Wasser."

Anschließend habe er das nicht atmende Mädchen gegriffen und seiner Frau gegeben, die ebenfalls im schulterhohen Wasser stand. Die herbeigeeilte Polizei leistete dann Erste Hilfe. Leona habe ihren Eltern erzählt, wie sie sich selbst über Wasser halten wollte. "Sie sagte, 'Daddy ich konnte nicht, weil ich in einem Tunnel feststeckte'", erzählte Mark Baxter. Bei dem Unwetter der vergangenen Tage kamen in Großbritannien mindestens sechs Menschen ums Leben. (APA/dpa)

 

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