Google und HSBC finanzieren Satelliten-Internet für arme Länder

9. September 2008, 12:52
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Kosten bis zu 750 Mio. Dollar

Google und die britische Bank HSBC finanzieren ein Projekt, das günstige Internet-Verbindungen für Milliarden Menschen in der Dritten Welt bringen will. Demnächst werde die Bestellung von 16 Satelliten beim französischen Konzern Thales Alenia Aerospace bekanntgegeben, berichteten die "Financial Times" (FT) und das "Wall Street Journal" (WSJ) am Dienstag unter Berufung auf beteiligte Personen.

Start 2010

Der Dienst solle bis Ende 2010 in Afrika, Teilen Lateinamerikas und dem Mittleren Osten starten. Die Firma, die das Projekt realisieren soll, heißt O3b (Other 3 Billion, die anderen drei Milliarden), in Anspielung auf die Zahl der Menschen, die sich keinen Internet-Zugang leisten können.

Das Vorhaben soll den Angaben zufolge 650 bis 750 Mio. Dollar (457 bis 528 Mio. Euro) kosten. Die Anfangsfinanzierung liege bei 65 Mio. Dollar. Weitere Geldgeber neben dem Internetkonzern Google und HSBC sind der Kabelnetzbetreiber Liberty Global von John Malone sowie das Investmenthaus Allen & Company. Die derzeit schätzungsweise 1,5 Mrd. Internet-Nutzer leben zu einem großen Teil in entwickelten Ländern, die Dritte Welt ist noch weitgehend vom weltweiten Computernetz abgeschnitten.

 

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