Bertelsmann-Tochter steigt in spanischen Call-Center-Markt ein

9. September 2008, 12:07
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Die deutsche Bertelsmann-Tochter Arvato expandiert weiter im Geschäft mit Call-Centern und übernimmt den spanischen Anbieter Qualytel Teleservices. Mit der Akquisition der an sieben Standorten rund 6.000 Mitarbeiter beschäftigenden Qualytel werde das Dienstleistungsangebot um die Weltsprache Spanisch ergänzt, teilte Arvato am Dienstag mit. Damit werde Arvato für internationale Kunden attraktiver. Die spanischen Kartellbehörden hätten die Transaktion bereits genehmigt.

Qualytel sei der drittgrößte Betreiber von Servicezentren in Spanien, hieß es weiter. Zu den Kunden zählten Unternehmen aus der Telekommunikation, der Finanzbranche sowie Behörden. Auch in Großbritannien und Deutschland bietet Arvato bereits Dienstleistungen für die öffentliche Verwaltung an. Mit der Übernahme baue der Medien- und Kommunikationsdienstleister des Bertelsmann-Konzerns sein internationales Servicecenter-Netzwerk aus und setze seinen "Wachstumskurs entschlossen fort", betonte Arvato-Chef Rolf Buch. Der neue Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski, der früher an der Spitze von Arvato stand, will den Konzern auf wachstumsstarke Bereiche konzentrieren. Im Halbjahr hatte im Konzern nur Arvato den Umsatz steigern können. 2007 hatte der Konzernbereich mit mehr als 50.000 Mitarbeitern rund 4,9 Mrd. Euro umgesetzt. In Deutschland hatte Arvato unter anderem Call-Center von der Deutschen Telekom übernommen. (APA/Reuters)

 

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