OSZE leitet Direktgespräche zwischen Moldau und Transnistrien in die Wege

9. September 2008, 16:43
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"5+2"-Verhandlungen geplant - Russland, Ukraine, EU, OSZE und USA als Beobachter

Wien - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat am Montag mit Russland und der Ukraine vereinbart, Direktgespräche zwischen der Republik Moldau und der nach Unabhängigkeit strebenden Region Transnistrien im Osten des Landes anzustreben. Auch die EU und die USA sollen an den Wiener Gesprächen teilnehmen, die dergestalt im "5+2"-Format frühestens im Oktober beginnen sollen. Das geht aus einer Presseaussendung der OSZE hervor.

Aktueller Anlassfall für diesen diplomatischen Vorstoß ist laut OSZE die Georgien-Krise, die auch die Transnistrien-Frage wieder virulent gemacht habe. Wichtig sei laut Gesandtem Mikko Kivikoski, dass alle Parteien den Gesprächen zugestimmt haben, auch wenn "der Weg steinig sein wird".

Ähnlich wie die Problematik mit Abchasien und Südossetien, stellt Moldau einen "eingefrorenen Konflikt" dar, der noch aus dem Zerfall der Sowjetunion herrührt. Im Gegensatz zu Georgien ist Russland aber in diesem Fall bemüht zu vermitteln und Diplomatie walten zu lassen. Erst kürzlich traf Russlands Präsident Dmitri Medwedew mit seinem moldauischen Amtskollegen Vladimir Voronin zusammen.

Transnistrien löste sich von Moldau Anfang 1990, Russland schickte Militär zur Beendigung des Konflikts. Noch heute sind Truppen zur Friedenssicherung im Land stationiert. Russland sieht sich nach wie vor als Mediator, scheiterte allerdings 2003 mit einem Kompromissvorschlag, der vorgesehen hätte, dass Transnistrien - unter Gewährung weitgehender Autonomie - wieder in den moldauischen Staat zurückkehrt. (APA/Reuters)

 

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