Spanien: Schwach beim Krisenmanagement

8. September 2008, 18:56
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Wirtschaftskrise lässt Umfragewerte sinken

Spaniens sozialistischer Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero hätte sich in seiner zweiten Amtszeit schön zurücklehnen können, wäre da nicht die Wirtschaft. Er gewann die Wahlen im März und verfehlte nur knapp die absolute Mehrheit. Jetzt lässt die Krise seine Popularitätswerte in den Keller sinken.

Die Immobilienblase ist geplatzt. Der Bauboom ist vorbei. Wuchs Spaniens Wirtschaft 2007 noch um 3,8 Prozent, waren es im zweiten Quartal diesen Jahres nur noch 0,1 Prozent. So schwach war Spanien seit 15 Jahren nicht mehr. In nur zwölf Monaten stieg die Zahl der Arbeitslosen um eine halbe Million, elf Prozent sind ohne Arbeit.

Ebenso wie die Konservativen hat es die Regierung Zapatero trotz Wahlversprechen versäumt, die Wirtschaft umzubauen. 64 Prozent der Spanier bezeichnen in einer Umfrage die Politik der Sozialisten angesichts der Krise als "ungenügend". Und 48 Prozent glauben, dass Zapatero nicht in der Lage ist, die Krise zu meistern. (Reiner Wandler aus Madrid/DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2008)

 

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