Epo ist auch Doping für das Gedächtnis

8. September 2008, 18:36
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 Göttingen - Ursprünglich wurde Erythropoetin (kurz Epo) ja gegen Blutarmut bei Dialysepatienten eingesetzt. Da das Hormon als Wachstumsfaktor für die Bildung roter Blutkörperchen sorgt, erfreute es sich bald auch als Doping bei Ausdauersportlern großer Beliebtheit. Nun fanden deutsche Mediziner rund um Hannelore Ehrenreich vom Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen eine weitere mögliche Anwendung - als Medikament gegen nachlassende Hirnfunktionen: Zumindest bei Mäusen steigerte Epo nämlich die Gedächtnisleistung. Wie die Forscher im frei zugänglichen Fachblatt "BMC Biology" berichten, hat der Effekt aber nicht mit gesteigerter Blutproduktion zu tun, sondern mit der direkten Wirkung von Epo auf die Neuronen im Hippocampus. (tasch/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9. 9. 2008)

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