Und noch einmal CERN-Musik: Der "Large Hadron Rap"

8. September 2008, 18:27
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Wissenschaftsautorin Kate McAlpine erklärt mit Flow die Vorgänge im Teilchenbeschleuniger - CERN-Physiker befinden: voll korrekt

East Lansing - Physik und Musik scheinen mehr gemeinsam zu haben als nur ein paar Buchstaben: nach den famosen --> Les Horribles Cernettes ist ein weiterer Musik-Act mit CERN-Bezug zum Hit auf YouTube geworden:  Die 23-jährige US-Amerikanerin Kate McAlpine, eine Wissenschaftsautorin beim CERN, erklärt in ihrem "Large Hadron Rap" zu treibenden Beats eingängig so komplizierte Dinge wie Higgs-Teilchen, Urknall, Dunkle Materie und die Experimente in dem 27 Kilometer langen Tunnel an der schweizerisch-französischen Grenze.

"Die Dinge, die er entdeckt, die knallen voll rein", singt McAlpine, die zugibt, dass "Rap und Physik kulturell meilenweit voneinander entfernt sind". "Ich fand es amüsant es zu versuchen und sie zusammenzuwerfen." Das fanden auch andere unterhaltsam, der Wissenschafts-Rap wurde bei YouTube bereits mehr als eine Million Mal angeklickt.

"Large Hadron Rap" 

Auch Physiker sind zufrieden mit dieser unkonventionellen Vermittlung ihres Forschungsgebiets: "Wir lieben den Rap", sagt CERN-Sprecher James Gillies - zumal wissenschaftlich alles ganz korrekt dargestellt sei. Zunächst sei er ja skeptisch gewesen, als McAlpine mit ihrer Idee gekommen sei. "Aber als ich ihre früheren Wissenschafts-Raps sah und den Text, da war ich überzeugt." Es sei die nahezu einmütige Meinung der Physiker, dass der Rap eine gelungene Sache sei.

McAlpine schrieb den Text auf ihrem 40-minütigen Weg zur Arbeit von Genf aus in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann überredete sie einen Freund, die Beats unterzumischen, und Freunde, mit ihr in den unterirdischen Tunneln und Höhlen zu tanzen, in denen die Experimente stattfinden werden.

"Wir hatten für einige Stellen eine besondere Aufsicht dabei", berichtet die 23-Jährige. Eine Verantwortliche seien "Rappern gegenüber höchst misstrauisch" gewesen. Sie überarbeitete ihren Rap schließlich im Michigan State's National Superconducting Cyclotron Laboratory, wo sie vor früher gearbeitet hat, und stellte ihn online. (APA/AP/red)

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