China: Mindestens 34 Tote bei Erdrutsch in Bergwerk

8. September 2008, 15:44
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Hunderte Vermisste - Ursache dürften starke Regenfälle sein - Minenbesitzer festgenommen

Peking - Die Zahl der Opfer einer Schlammlawine in Nordchina, bei der bisher 34 Tote bestätigt sind, ist möglicherweise viel größer als zunächst zugegeben. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Dienstag von "Hunderten Vermissten" nach dem Unglück in Xiangfen nahe der Stadt Linfen (Provinz Shanxi). Später hieß es aber nur noch, dass die genaue Zahl der Verschütteten untersucht werde.

Eine Schlammlawine in einem Tal habe laut Augenzeugen "in wenigen Minuten einen Markt und Häuser weggerissen". Auch ein dreistöckiges Gebäude sei zerstört worden. 35 Verletzte sind offiziell bestätigt. Mehr als 1.100 Mitglieder von Bergungsmannschaften suchten nach Verschütteten.

Nach ersten Ermittlungen sei ein Ablagerungsbecken einer illegal betriebenen Eisenerzgrube die Ursache der Schlammlawine gewesen, wie der Krisenstab berichtete. Ein Damm des Beckens brach nach Schilderungen von Augenzeugen nach sintflutartigen Regenfällen. Der Besitzer der Tashan Grube und acht Verantwortliche seien festgenommen worden. Verschiedene Funktionäre, darunter der örtliche Parteichef und Dorfvorsteher, seien wegen Missachtung ihrer Aufsichtspflicht entlassen worden, berichtete Xinhua. (APA/dpa)

 

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