Es läuft immer noch rund

8. September 2008, 14:39
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Mit Reifen verdient Semperit schon lange kein Geld mehr. Der Konzern hat sich zu einem Kautschuk- und Kunststoffspezialisten entwickelt - Von Christian Scheid

Kaum ein im Wiener Prime-Market ge-listetes Unternehmen blickt auf eine längere Geschichte zurück als Semperit. Gegründet 1824 von Johann Nepomuk Reithoffer zählt die Gesellschaft zu den traditionsreichsten Industrieunternehmen der Welt. Nach dem Verkauf des Reifengeschäfts im Jahr 1984 hat sich Semperit als inter-nationaler Anbieter von Kautschuk- und Kunststofferzeugnissen etabliert. Das Geschäft ist in vier Sparten gegliedert. Medizinische Handschuhe gehören ebenso zum Produktportfolio wie Kochtopfringe und Förderbänder.

Obwohl der konjunkturelle Gegenwind immer stärker bläst, hat Semperit im ersten Semester 2008 den Umsatz um 7,5 Prozent auf 326,4 Millionen Euro vorangebracht. Mit einem Plus von 12,3 auf 33,2 Millionen Euro stieg das operative Ergebnis überproportional. Alle Geschäftsbereiche haben zu diesem Erfolg beigetragen. Mit einem Umsatzanstieg von 16 Prozent wuchs die Division "Sempertrans" (Förderbänder) am stärksten.

Als größter Risikofaktor erweisen sich die massiv gestiegenen Rohmaterialpreise. Deshalb hielt sich Semperit beim Ausblick fürs Gesamtjahr zurück: "Insgesamt bleibt das Unternehmen zuversichtlich, zufriedenstellende Ergebnisse erwirtschaften zu können." Im Aktienkurs haben sich die Belastungsfaktoren schon entsprechend niedergeschlagen. Inzwischen hat der Titel ein günstiges Bewertungsniveau erreicht - vielleicht ein Grund für die in den vergangenen Wochen gezeigte Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt. Langfristig für Phantasie sorgt die mögliche ATX-Aufnahme. Diesmal hat es zwar noch nicht gereicht. Doch mit einem Freefloat-Börsewert von rund 240 Millionen Euro und liquiden Handelsumsätzen könnte Semperit im März 2009 der Sprung in den Index gelingen.

Mit einem Discount-Zertifikat der Commerzbank (ISIN DE000CB58JH3) setzen Anleger auf eine weitere Erholung der Semperit-Aktie. Der Cap bei 26,00 Euro lässt Spielraum für Kursgewinne und erlaubt am Laufzeitende im Juni 2009 eine Maximalrendite von 15,6 bzw. 20,3 Prozent p.a. Sollte das Underlying nur seitwärts laufen, können Anleger mit einer Rendite von 4,6 Prozent bzw. 5,9 Prozent p.a. rechnen. Dafür sorgt der Rabatt im Vergleich zum Aktienkurs von 4,4 Prozent.

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