Berufs-Kick für junge Frauen

8. September 2008, 15:15
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Kärnten: Mädchen-Mentoring ermöglicht 12- bis 15-Jährigen, Kontakte zu erfolgreichen Frauen in atypischen Berufsfeldern zu etablieren

Das Referat für Frauen und Gleichbehandlung des Landes Kärnten erweitert die Maßnahmen in der Frauenförderung. Ab September gestaltet es gemeinsam mit dem Mädchenzentrum Klagenfurt (MÄZ) ein Mentoring speziell für Mädchen und junge Frauen.

Ziel ist es, die Methode für eine neue, sehr breite Zielgruppe zu erschließen, die von bisherigen Programmen noch nicht in diesem Maße profitieren konnte; Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die zum Großteil noch vor einem Berufseinstieg und damit am Beginn ihrer Karriere stehen.

Warum Mentoring für Mädchen?

Männer können oftmals schon beim Berufseinstieg auf gewachsene Seilschaften zurückgreifen, von denen Frauen, vor allem in männerdominierten Bereichen, ausgeschlossen sind, meint das Frauenreferat. Und das Mentoring setzt genau hier an: Wenn es um das Durchbrechen der gläsernen Decke, die Auseinandersetzung mit der eigenen Karriere oder den Einstieg in technisch-handwerkliche Berufe geht, unterstützen sich Frauen gegenseitig, indem sie Erfahrungen, Know-How und Kontakte zur Verfügung stellen.

Berufs-Kick für junge Frauen

Das Mädchen-Mentoring-Projekt arbeitet darüber hinaus mit einem "völlig neuen Ansatz", erklärt Frauenreferentin Nicole Cernic: Neu ist dabei die ausgeweitete Begleitung der jugendlichen Teilnehmerinnen (Mentee) durch je eine beruflich erfolgreiche Frau (Mentorin) sowie das laufende Setzen von Aktivitäten für junge Frauen auf dem Gebiet der Berufsorientierung.

Frauenbeauftragte Helga Grafschafter erklärt in einer Aussendung, wieso: "In jungen Jahren wird der Grundstein für die berufliche Zukunft und damit die Lebensplanung generell gelegt. Hier wollen wir ansetzen." Denn derzeit wählen junge Frauen ihren Job primär unter schlechter bezahlten, sogenannten "Frauenberufen" aus. Ziel sei es, langfristig das Einkommen von Frauen durch eine Erweiterung des Berufswahlspektrums hin zu besser bezahlten Jobs zu erhöhen.

Kontakte zu erfolgreichen Frauen

Als Mentorinnen stehen Frauen aus dem bestehenden Netzwerk an erwerbstätigen Frauen, vor allem in frauenuntypischen Berufsfeldern, zur Verfügung und es werden Kontakte zu anderen erfolgreichen Frauen ausgebaut. Als Mentorinnen konnten erfolgreiche Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen gewonnen werden. Die Leiterin des Projekts Mädchenmentoring, Christine Erlach, betont, dass Frauen "der Aufbau von beruflichen Netzwerken und persönlichen Kontakten erleichtert werden soll". Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Anteil der Frauen in Entscheidungspositionen zu erhöhen. "Beim beruflichen Netzwerken sind Männer den Frauen leider immer noch voraus", so Grafschafter - im Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf blieben Frauen kaum Zeit und Möglichkeit, sich abseits des Büros beruflich zu vernetzen. (red)

START-Workshop für zukünftige Mentees

26. September von 14.00 – 18.00 Uhr
im Mädchenzentrum Klagenfurt
Karfreitstraße 8, 9020 Klagenfurt

Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 25 Jahren haben im Rahmen dieses Workshops die Möglichkeit:
-    sich mit ihrer Berufs-, Karriere- und Lebensplanung auseinanderzusetzen,
-    ein Ziel zu finden, das sie in den kommenden Monaten erreichen wollen,
-    sich eine Mentorin auszusuchen, die sie dabei unterstützt.

Anmeldung
Mag.a Elisa Proprentner
Tel.: 0463 / 50 88 21

Link

Mädchenzentrum Klagenfurt

 

  • Frauenbeauftragte Helga Grafschafter, Frauenreferentin Nicole Cernic und Christine Erlach, Mädchenzentrum Klagenfurt (v.l.).
    foto: frauenreferat kärnten
    Foto: Frauenreferat Kärnten

    Frauenbeauftragte Helga Grafschafter, Frauenreferentin Nicole Cernic und Christine Erlach, Mädchenzentrum Klagenfurt (v.l.).

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