Das Ende des "Ratzenstadels" naht

8. September 2008, 13:34
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Die Abrissarbeiten des Bahnhofs Wien-Mitte sind beinahe abgeschlossen - Bis 2011 soll Geschäftszentrum entstehen

Wien - Der "Ratzenstadel", wie Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) den Bahnhof Wien-Mitte einst tituliert hatte, ist praktisch Geschichte: Die Abrissarbeiten an dem 1960er-Jahre-Bau sind beinahe abgeschlossen. Nur die nebenliegende Markthalle, die letztlich ebenfalls dem neuen Geschäftszentrum samt 70 Meter hohem Turm weichen wird, harrt noch aus. Bis 2011 soll in zentraler Innenstadtlage gegenüber dem Hotel Hilton neben Büros und Geschäften auch ein neues Finanzamtszentrum Einzug halten.

Der eigentliche Abbruch startete im Frühjahr, wobei an dem Großprojekt bereits Monate davor gearbeitet wurde, etwa an den Fundamentarbeiten im Bereich der U-Bahn-Linie U4. Der mehrgeschoßige unterirdische Stationsbereich bleibt erhalten, wird aber modernisiert. Die alte Markthalle wird in den Neubau integriert und dazu innen wie außen neu gestaltet.

70-Meter-Hochhaus

Um gut 400 Mio. Euro entsteht ein U-förmiger multifunktionaler Gebäudekomplex mit einem 70-Meter-Hochhaus, der auf 127.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche Büros, Geschäfte, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen beherbergen soll. Herzstück ist ein 28.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum. Der Spatenstich erfolgte im Oktober 2007.

Realisiert wird das Projekt durch die Architekten Neumann und Steiner, Ortner und Ortner sowie Lintl und Lintl. Sie waren bereits für das gescheiterte Vorgängerprojekt verantwortlich, das bis zu 97 Meter hohe Bauten vorgesehen hatte und deshalb eine Debatte um das UNESCO-Welterbe-Prädikat der Wiener Innenstadt auslöste. Das Projekt wurde redimensioniert, verantwortlich dafür war das Team Henke und Schreieck. (APA)

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