Kein Run auf Stücke von Tokio-Hotel-Häuschen

8. September 2008, 11:49
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Heimat-Gemeinde der deutschen Teenie-Band zersägte Wartehäuschen und verkaufte Einzelteile im Internet - "Lohn Aufwand eigentlich nicht"

Loitsche - Der Verkauf des Buswartehäuschens aus dem Heimatort der Band Tokio Hotel hat der Gemeinde nicht den erhofften Geldsegen gebracht. "Nach Abzug der Einstellgebühren bleiben noch etwa 100 bis 150 Euro übrig, das lohnt den Aufwand eigentlich nicht", sagte Birgit Erdmann, die das in Einzelteile zersägte Häuschen für die Gemeinde Loitsche in Sachsen-Anhalt verkauft hat. Die Auszeichnung der Teenie-Band mit dem MTV-Videomusikpreis als beste Nachwuchsband des Jahres am Sonntagabend konnte die Preise nicht mehr in die Höhe treiben - da war die Versteigerung schon beendet. Im Schnitt zahlten die Käufer für die rund 40 Segmente des Häuschens zehn Euro.

Bei der Versteigerung im Internet kamen rund 400 Euro zusammen. Die Teile des Häuschens, an dem sich Hunderte Fans verewigt haben, werden nun von Erdmann an die Käufer verschickt. Die weiteste Reise geht in die ligurische Stadt La Spezia (Italien). Ein anderer Käufer ersteigerte gleich 16 Bretter.

Eine Seiten- und eine Rückwand bietet Erdmann nun erneut zum Kauf an, zum Preis von 199 Euro. "Weniger hat keinen Zweck, da können wir es auch verschenken", sagte Erdmann. (APA/dpa)

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