"Sicht der Frauen in japanische Regierung bringen"

8. September 2008, 12:47
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"Eine große Chance für Japan": Frühere Verteidigungsministerin Yuriko Koike kandidiert für das Amt der Ministerpräsidentin

Tokio - Im Rennen um das japanische MinisterpräsidentInnenamt hat sich jetzt auch die ehemalige Verteidigungsministerin Yuriko Koike eingeschalten. Sie hat die für eine Kandidatur notwendige Unterstützung von 20 Abgeordneten erreicht und konkurriert mit dem früheren Außenminister Taro Aso und Wirtschaftsminister Kaoru Yosano um die Nachfolge Yasuo Fukuda, der vergangenen Montag zurückgetreten ist.

"Große Chance"

Koike wolle die Sicht der Frauen in die Regierungspolitik bringen, brachte sich Koike am Sonntag in einer Talkshow des Fernsehsenders Asahi in Stellung. "Ich bin zuversichtlich, das Land in die richtige Richtung führen zu können, und das wäre eine große Chance für Japan."

Koike steht dem Reformpolitiker und Ex-Regierungschef Junichiro Koizumi nahe.

Weitere Kandidaten

Es wird erwartet, dass sich sieben Kandidaten um den Vorsitz der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und damit um die Nachfolge des vor einer Woche zurückgetretenen Regierungschefs Yasuo Fukuda bewerben. Die besten Chancen für die Urabstimmung der LDP-Mitglieder am 22. September werden aber dem ehemaligen Außenminister Taro Aso eingeräumt, der am Sonntag in seiner Heimatstadt Fukuoka auftrat und dabei die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt stellte.

Weitere Kandidaten sind der bisherige Wirtschaftsminister Kaoru Yosano, der frühere Verteidigungsminister Shigeru Ishiba, der stellvertretende Außenminister Ichita Yamamoto, der ehemalige Bildungs- und Wirtschaftsminister Yasufumi Tanahashi und Nobuteru Ishihara, der Sohn des Gouverneurs von Tokio. (APA/AP)

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    Foto: Koichi Kamoshida/Getty
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