Grüne werfen LIF vor, im Fall Omofuma zu "passiv" gewesen zu sein

8. September 2008, 08:27
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Van der Bellen bei Bundeskongress in Graz: Hat zum Scheitern des LIF beigetragen - Volker Kier (LIF): "Grüne Panik angesichts der Wahl"

Wien/Graz - "Menschlich schwer enttäuscht" ist Volker Kier, ehemaliger stellvertretender Klubchef des Liberalen Forums, von den Aussagen des Grünen Bundessprechers Alexander Van der Bellen: "Die Behauptung, das LIF sei im Fall Omofuma viel passiver gewesen als die Grünen, ist schlichtweg falsch. Alexander Van der Bellen ist offensichtlich kein Untergriff zu billig, um den Liberalen Schaden zuzufügen." Kier betonte in einer Aussendung, dass das LIF 1999 in der Cause Omofuma das "nachhaltigere parlamentarische Instrument" gewählt habe: "Wir haben einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschuss eingebracht, die Grünen hingegen eine nur eine dringliche Anfrage, die erwartungsgemäß ohne Folgen geblieben ist."

Van der Bellens falsche Darstellung der Tatsachen neun Jahre später würde von "Panik angesichts der Wahl" herrühren, so Kier.

Van der Bellen hatte am Sonntag bei Bundeskongress der Grünen in Graz darauf verwiesen, dass man im Fall Omofuma viel mehr politischen Druck als das LIF ausgeübt habe. Die Liberalen seien viel passiver gewesen, was schließlich auch zu ihrem Scheitern beigetragen habe, so Van der Bellen sinngemäß. (red, derStandard.at, 8.9.2008)

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