Elektrosmog verwirrt die Tierwelt

08. September 2008, 08:19

Forscher führt Bienensterben auf Strahlungsfelder zurück - Mobilfunkindustrie weist Zusammenhänge zurück

Laut einer Elektrosmog-Studie von Ulrich Warnke, Professor an der Universität Saarland, sind die Auswirkungen von Mobilfunkmasten, Wi-Fi-Systemen, Hochspannungsleitungen und ähnliche Quellen elektromagnetischer Strahlung auf die Tierwelt ernorm. Warnke untersucht diese Problematik bereits seit dreißig Jahren und ist erneut zum Schluss gekommen, dass der Elektrosmog unter anderem zum Bienensterben wie auch zum Rückgang der Spatzenpopulationen geführt hat und die Migration von Zugvögeln stört. Die Betreiber von Mobilfunkunternehmen stehen diesen Erkenntnissen jedoch naturgemäß kritisch gegenüber. Das berichtet die Zeitung "The Independent".

Dichte

In Warnkes Studie kommt er zu dem Schluss, dass "die nie zuvor dagewesene Dichte des Netzes aus künstlichen magnetischen, elektrischen und elektromagnetischen Feldern" das "natürliche Informationssystem", auf das sich viele Tiere verlassen, überlagere. Viele Tierarten verwenden das natürliche elektromagnetische Feld der Erde um sich zu orientieren, die Tageszeit zu bestimmen und das Herannahen von schlechtem Wetter zu spüren. Den starken Rückgang der Bienenpopulationen in den USA und in Europa führt er auf das künstliche elektromagnetische Feld zurück. Eine österreichische Studie zeigt, dass zwei Drittel der Imker, deren Kolonien sich nicht mehr als 300 Meter entfernt von Mobilfunkmasten befinden, einen unerklärlichen Rückgang ihrer Bienenkolonien zu verzeichnen haben.

Kritik

Die britische Mobile Operators Association steht solchen Studien skeptisch gegenüber. Die Organisation vertritt alle britischen Mobilfunkanbieter und verweist auf eine US-amerikanische Forschergruppe, die auch Bienensterben in Gebieten ohne Mobilfunkmasten registriert hat. Warnke meint hingegen, dass Bienen, die nahe an Hochspannungsleitungen leben, sich gegenseitig und ihren Nachwuchs töten. Außerdem seien die Frequenzen von Mobiltelefonen dafür verantwortlich, dass Bienen ihre Orientierung verlieren und nicht mehr nach Hause finden. (pte)

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7 Postings
die mittlere plaudertasche
10.09.2008 07:51
und leider gibt es

ja nicht nur diese eine sorte negativer einflüsse.
... die chemische keule in der landwirtschaft, die monokulturen, etc. gibts ja auch noch.

und wie wir aus eigener erfahrung wissen, eine zeitlang halt'st es schon aus. aber wenns zu viel wird, wirst krank.

die schweinerei is ja, dass die industrie immer !! alle verantwortung von sich weist und gegenstudien anbieten kann, wo alles friede freude eierkuchen ist.
es is ja wie in der schule, wo sich jeder freut, wenn er nicht beim schummeln erwischt wird.

mit denkender
09.09.2008 08:42
wird bestimmt was dran sein

und menschen sind so:
http://www.orau.org/ptp/colle... german.htm
(nur eines von unzähligen beispielen)
in 80 jahren wird alles über uns lachen weil wir so dämlich waren und uns mit "elektrosmog" selbst krank gemacht haben...

Matt Canalegrande
08.09.2008 17:10
"Außerdem seien die Frequenzen von Mobiltelefonen dafür verantwortlich, dass Bienen ihre Orientierung verlieren und nicht mehr nach Hause finden..."

Jetzt wird alles klar. Und ich hab gedacht es liegt am schlechten Wein, dass ich net nach Haus find'.

Castanaro 
08.09.2008 09:48

Da ist aber die Chemie des Pflanzenschutzes, auch wenn von Genmais z.B. selbst hervorgebracht, ein viel wahrscheinlicherer Kandidat!

hurricane0000
08.09.2008 13:16

die elektro-magnetische Strahlund hat nach nur einem Meter entfernung von einem Sender eine derart geringe Leistung.
Von diese können Bienen nicht beeinflusst werden.
Warum geht ein kompass neben einem Sendemasten noch immer??? Jaaa! weil das Erdmagnetfeld deutlich stärker ist!!!
Derartige Behauptungen sind nur Schuldzuschiebungen und sonst gar nichts

Werner Auer 
08.09.2008 22:30
In der Schule nicht aufgepasst? oder nur Fehlinformiert!

Hochfrequenz kann mit einem Kompass absolut nicht gemessen werden, da er viel zu träge auf magnetische Änderungen reagiert.
Bienen tauschen sich mit den Flügeln und Fühler aus - d.h. sie kommunizieren miteinander. Es entstehen elektromagnetische Felder von ca. 2 - 10 mV/m.
Sie geben mit ihrem Tanz am Flugloch an, woher sie kommen bzw. aus welcher Richtung und Entfernung sie fündig geworden sind.
Mobilfunksender in ca. 1000 m Entfernung haben immer noch eine Feldstärke von 80 - 300 mV/m. Für eine Messung der HF bedarf es spezieller Meßgeräte, die solche gepulste Mikrowellenstrahlungen hörbar machen. Es ist schauderhaft. Wenn Sie dies gehört hätten würde Ihr Posting vermutlich anders ausschauen.

Sebastian Auinger
08.09.2008 15:04
Sicher?

So ganz sicher wäre ich mir da aber nicht. Schuldzuweisungen sind einfach, schon klar, und dafür sind unsichtbare Strahlen, Impfungen mit versteckten Krankmachern usw. gut geeignet, aber denkbar ist schon, dass gewisse Strahlungsquellen von Organismen wahrgenommen werden.

Nebenbei gibt es eine Studie und bevor man "alles Quatsch" sagt sollte man sich vielleicht eingehender mit der Studie beschäftigen?

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