Starker Saisonausklang von Powell

7. September 2008, 21:18
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9,77 und 9,82 in Rieti - Jahresweltbestzeit von Cheruiyot Soi über 3.000 m - Starke 5.000-m-Zeit von Doppel-Olympiasiegerin Dibaba

Rieti - Der jamaikanische Sprinter Asafa Powell hat am Sonntag auch dem Leichtathletik-Grand-Prix-Meeting in Rieti seinen Stempel aufgedrückt. Im 100-m-Vorlauf hatte der WM-Dritte bei Rückenwind von 0,9 Metern pro Sekunden in starken 9,77 Sekunden souverän gesiegt, im Finale setzte er sich bei Windunterstützung von 1,4 m/s mit 9,82 durch.

Nachdem Powell (9,83) Olympiasieger und Weltrekordler Usain Bolt (9,77) am Freitag im Golden-League-Meeting in Brüssel ein packendes Duell auf höchstem Niveau geliefert hatte, unternahm der 25-Jährige in Rieti einen letzten Angriff in diesem Jahr auf Bolts Weltrekord-Marke (9,69). Der Olympia-Fünfte wollte sich an der Stätte, an der er vor einem Jahr den damals gültigen Weltrekord von 9,74 gelaufen war, die Bestmarke zurückholen.

Trotz der günstigen Windbedingungen realisierte Powell dieses Vorhaben zwar nicht, aber seine Leistungen zum Saisonausklang konnten sich trotzdem sehen lassen. "Nach sieben Rennen in fünf Tagen bin ich etwas müde", wusste Powell, warum er acht hundertstel Sekunden am Weltrekord vorbeiraste. Nun macht der Ex-Weltrekordler erst einmal Ferien, ehe er mit dem Saisonaufbau für 2009 beginnt.

Für eine Jahresweltbestzeit in Rieti sorgte Edwin Cheruiyot Soi über 3.000 m. Mit 7:31,83 Minuten war der Kenianer um 11/100 schneller als der äthiopische 5.000- und 10.000-m-Olympiasieger Kenenisa Bekele eine Woche zuvor in Gateshead.

Auch der Äthiopierin Gelete Burka gelang über eine Meile eine Saisonbestmarke (4:18,23), allerdings war diese Distanz heuer zuvor bloß im Rahmen zweier IAAF-Meetings gelaufen worden. Die äthiopische Doppel-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba siegte über 5.000 m in 14:23,46 Minuten, der fünftbesten je erzielten Frauen-Zeit auf dieser Strecke. (APA/Si)

 

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