Donauinselfest im September könnte Tradition werden

7. September 2008, 19:36
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"Inselvater" Harry Kopietz mit Jubiläumsevent zufrieden - Weniger Alkohol als im Vorjahr konfiszier - Drei Millionen Besucher

"Es war ein würdiges Jubiläumsfest" - Der Erfinder des Wiener Donauinselfestes, der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär Harry Kopietz, hat sich am Sonntag zufrieden über den Verlauf der 25. Ausgabe des Mega-Events gezeigt. Laut Wiener SPÖ sind rund drei Millionen Besucher beim 25. Wiener Donauinselfest gezählt worden. "Die Verschiebung auf September hat sich nicht negativ ausgewirkt", sagte Kopietz im Gespräch mit der APA. Und er schloss nicht aus, dass der spätsommerliche Termin schon bald Tradition werden könnte.

"Wir werden das in den nächsten zehn Tagen entscheiden", kündigte der "Inselvater" an. "Sachlich, strategisch und nüchtern" soll die Frage erörtert werden - auf Basis einer umfangreichen Untersuchung. Laut Kopietz wird etwa der Besucherzustrom analysiert und mit Künstlern und Sponsoren gesprochen. Fix sei nur, dass es rasch gehen müsse: "Die Zeit drängt." Üblicherweise wird nach dem Ende eines Festes nämlich sogleich mit der Planung der nächsten Ausgabe begonnen.

Feuerwerk am Donauinselfest ist Geschichte

Eines steht hingegen schon fest: Das Feuerwerk am Donauinselfest ist Geschichte. "Wir haben heuer ganz bewusst kein Feuerwerk gemacht", so Kopietz. Und das, obwohl das Wiener Publikum Feuerwerke liebe. "Ich auch", gestand der Fest-Erfinder. Allerdings sei der Besucherandrang kaum mehr zu bewältigen gewesen, was vor allem zu unzumutbar langen Zeiten bei der Abreise geführt habe - trotz knappster U-Bahn-Intervalle.

Auch künftig müssen die Besucher auf dieses Highlight verzichten. Als Ersatz kommt nun ein eigenes Feuerwerksfest, alternierend zur Donauinsel-Party. Das bedeutet: Bleibt der Septembertermin für letzteres aufrecht, kommen die Pyrotechniker vor dem Sommer zum Einsatz. Findet das Donauinselfest wieder im Juni statt, sind Böller und Raketen hingegen zum Herbstbeginn zu bestaunen. "Wir werden klein beginnen, mit einem Fest mit mehreren Feuerwerken", verriet Kopietz. Später wolle man aber durchaus in der Liga der großen internationalen Feuerwerksfeste bzw. -wettbewerbe mitmischen, hieß es.

"Sagen wir so, ungünstig war das nicht"

Das 25. Donauinselfest stand nicht nur im Zeichen des großen Jubiläums, sondern auch in jenem des Wahlkampfs für die Nationalratswahl. "Sagen wir so, ungünstig war das nicht", meinte Kopietz. Das von der SPÖ veranstaltete Fest sei nicht zu einer "üblichen Wahlkampfveranstaltung" geworden, "aber so wie jedes Jahr waren auch politische Funktionäre am Donauinselfest". Tatsächlich spazierten SP-Spitzenkandidat Werner Faymann und Wiens Bürgermeister Michael Häupl  sogar täglich über das Gelände.

Kaum ein Thema war heuer hingegen das im Vorjahr - zumindest medial - allgegenwärtige "Komatrinken". Das Verbot der Mitnahme von Alkohol wurde aber auch heuer streng kontrolliert, laut Kopietz sogar noch intensiver als im Vorjahr. Und offenbar sind die Besucher braver geworden: Wurden im 2007 rund 1.000 Flaschen konfisziert, waren es heuer nur mehr 800. (APA)

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