Das Sentiment und die Folgen

7. September 2008, 17:51
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"Sentiment", sagen Börsianer und zucken mit den Schultern, wenn sie erklären sollen, warum es mit Aktienkursen ohne "Grund" nach unten geht

"Sentiment", sagen Börsianer und zucken mit den Schultern, wenn sie erklären sollen, warum es mit Aktienkursen nach unten geht und sich kein "Grund" findet. Dahinter steht, dass ein großer Investor verkauft und die kleineren im Markt blitzschnell nachziehen, weil gegen den Strom zu schwimmen den Job kosten könnte. Selbst wer eine eigene gegenteilige Meinung hat, zieht sich dann auf den Marktstrom zurück: "Nicht zu viel ,exposure'" heißt das dann. So geht es auf und ab, zwischen Angst und Gier - Sentiment eben. Anhänger der Zyklentheorie applaudieren.

Ob sich dieses Spiel nun (wieder) in den heimischen Personalmarkt überträgt? Erweisen sich Talentmanagement, strategische Markenbildung als Arbeitgeber und Weiterbildung als Themen der Hochkonjunktur? Werden Mitarbeiter wieder bloß auf dem Papier zum wichtigsten Gut?

Es sieht nicht so aus, sagt Michael Landertshammer, Chef des größten heimischen Weiterbildungsanbieters Wifi (Bericht in unserem Bildungsteil), für seinen Bereich. Personalberater Günther Tengel (Interview nebenstehend) warnt eindringlich vor den Folgen zyklischen Verhaltens im Personalbereich, vor der "vermeintlich sicheren Seite" auf der Konjunkturkurve. (Karin Bauer/DER STANDARD, Printausgabe, 6./7.9.2008)

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