Mindestens 14 Slowaken bei schwerem Busunfall in Kroatien tot

7. September 2008, 16:36
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Mehrere Verletzte noch im Fahrzeug eingeklemmt

Zagreb - Bei einem schweren Busunfall in Kroatien sind mindestens 14 slowakische Touristen ums Leben gekommen. Etwa 30 Fahrgäste eines Busses aus der Slowakei seien bei dem Unglück am Sonntag auf der Autobahn zwischen Zagreb und Split verletzt worden, teilte die Polizei mit. "Es ist zweifellos der schwerste Unfall in dieser Gegend von Kroatien", sagte eine Sprecherin über den Vorfall in der Nähe der Ortschaft Zir.

Laut zuständiger Staatsanwaltschaft konnten mehrere verletzte Fahrgäste noch nicht aus dem Bus geborgen werden. "Sie sind da drin eingeklemmt, sie schreien", sagte Staatsanwalt Pavo Rukavina dem staatlichen Rundfunk.

"Die Lage ändert sich von einem Moment zum anderen", sagte Polizeisprecherin Kristina Maodus. Derzeit habe sie Informationen über 14 Tote aus der Slowakei, wobei es sich bei den Opfern zumeist um ältere Menschen handelte. Die Zahl der Toten könne noch weiter steigen, da der ernste Zustand mehrerer Verletzter ihren Transport in weiter entfernte, gut ausgerüstete Krankenhäuser nicht zulasse.

Die Staatsanwaltschaft in Zagreb hatte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Hina zunächst mitgeteilt, bei dem Unglück seien zehn Menschen gestorben und etwa 30 weitere verletzt worden. Insgesamt befanden sich rund 50 Menschen in dem Reisebus. "Es ist ein Bild des Grauens", beschrieb Staatsanwalt Rukavina den Unfallort.

Gegen Brückenpfeiler geprallt

Der Bus war offenbar über die Leitplanken hinausgeschossen und gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Kroatische Fernsehsender zeigten Bilder eines vollständig zerquetschten Busses. Der kroatische Innenminister Berislav Roncevic und Gesundheitsminister Darko Milinovic machten sich örtlichen Medien zufolge vor Ort selbst ein Bild von dem Unfall.

Die kroatische Zeitung "Jutarnji List" berichtete auf ihrer Website, der Bus habe eine Reisegruppe aus der ostslowakischen Stadt Kosice in die kroatische Küstenstadt Vodice bringen sollen. "Gott allein hat uns gerettet. Ich kann nicht beschreiben, was uns passiert ist", zitierte die Zeitung den 69-jährigen Fahrgast Vojtach Vendrack. (APA)

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