Stichwort: Fannie Mae und Freddie Mac: Stützsäulen am Hypothekenmarkt

7. September 2008, 15:58
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Fannie Mae entstand in den 30er Jahren in den Nachwehen der Weltwirtschaftskrise

New York - Für US-Häuslebauer sind Fannie Mae und Freddie Mac die wichtigsten Namen. Die beiden Finanzierer stehen hinter mehr als der Hälfte aller US-Hypotheken. Wenn Fannie und Freddie Probleme haben, schicken sie deshalb Schockwellen durch die ganze US-Wirtschaft. Angesichts der Hypothekenkrise haben die beiden Unternehmen an der Börse binnen eines Jahres rund 90 Prozent ihres Werts verloren.

Fannie Mae entstand in den 30er Jahren in den Nachwehen der Weltwirtschaftskrise. Da die Banken nur zögerlich Kredite vergaben, gründete die US-Regierung 1938 die Federal National Mortgage Association, die den Traum vom Eigenheim für Millionen wieder erreichbar machen sollte. Aus der Abkürzung FNMA machte der Volksmund schnell Fannie Mae. Der Finanzierer vergibt sowohl Kredite als auch Kreditgarantien. 1968 wurde Fannie Mae privatisiert, um deren Geschäft vom US-Haushalt zu trennen. Das Gewicht des Hypothekenfinanzierers ist aber so groß, dass die US-Regierung vieles tun würde, um seinen Zusammenbruch zu vermeiden.

Freddie Mac ist so etwas wie Fannie Maes kleiner Bruder. Die Federal Home Loan Mortgage (FHLM) war 1970 gegründet worden, um den Kreditmarkt auszubauen. Das Geschäftsmodell ist, Hypothekenkredite auf dem Markt aufzukaufen, und dann als gebündelte Pakete weiterzuverkaufen. Beide Finanzierer hatten in den vergangenen Jahren mit Bilanzierungsproblemen zu kämpfen gehabt. (APA/dpa)

 

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