Erneut hunderte Flüchtlinge in Süditalien gelandet

7. September 2008, 13:14
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Mehr als vierhundert Migranten, darunter schwangere Frauen in Sizilien und Lampedusa angekommen

Ragusa - Am Samstag sind erneut über 400 Einwanderer in Süditalien angekommen, darunter 57 Frauen, mehrere von ihnen schwanger. 208 der Flüchtlinge wurden von der italienischen Küstenwache am Badestrand von Camarina festgenommen, wo sie mit ihrem Boot aufgelaufen waren, berichtete der "Corriere della Sera" online am Sonntag.

Camarina, "der Strand der Jugendlichen", gehört zu den meist besuchten Stränden um Ragusa in Sizilien mit Strandleben bis tief in die Nacht. Die meisten der Einwanderer wurden nach italienischen Medienberichten in das nahe gelegene Aufnahmelager von Pozzallo gebracht.

Günstiges Wetter für Überfahrt

Weitere Bootsflüchtlinge wurden von der italienischen Marine auf dem Weg zur Mittelmeerinsel Lampedusa aufgelesen, wo nach Angaben des Innenministeriums seit Anfang des Jahres mehr als 15.000 Einwanderer angekommen sind, etwa doppelt so viele wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Außerdem erreichten 46 Flüchtlinge afghanischer Herkunft die kalabrische Küste.

Gerade in den vom Wetter her günstigeren Sommermonaten treten Tausende Einwanderer von Nordafrikas Küsten aus mit oftmals wenig seetauglichen Booten die gefährliche Überfahrt nach Europa an. Erst vor knapp zwei Wochen waren 70 Menschen vor der Küste Maltas nach dem Sinken ihres Bootes in den Fluten ums Leben gekommen. (APA/dpa)

 

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