Grazer Lehrer freuen sich auf Modellversuch

8. September 2008, 09:37
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PädagogInnen sollen Team-Teaching betreiben, Projekte gemeinsam vorbereiten und fächerübergreifend unterrichten

Graz - Nach jahrelangem Arbeiten im Graubereich sehen Grazer Lehrer, die ab Montag in der "Neuen Mittelschule" (NMS) St. Andrä unterrichten, den Modellversuch als "Belohnung". Gemeinsam mit Landesrätin Bettina Vollath  und Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz haben sich am Freitag - drei Tage vor Schulbeginn - sechs Pädagogen mit ihrer Direktorin über die Inhalte der Vorbereitungskurse für die NMS sowie ihre Erwartungen geäußert.

Neue Chancen

Pädagoge Oskar Dolgan unterrichtete bisher die Hauptschüler der St. Andrä und strich die Vorteile der NMS hervor. Bisher habe man quasi ohne rechtlichen Hintergrund versucht, den Unterricht fächerübergreifend zu gestalten. "Den Transformator, den die Schüler in Werken gebastelt hatten, haben wir dann einfach im Physikunterricht ausprobiert," schilderte Dolgan. Für die Kinder biete der Modellversuch Chancen, vier Jahre länger die eigenen Stärken zu entdecken, um sich besser zwischen Lehre oder weiterführender Schule zu entscheiden.

Erlitz betonte jedoch, dass "noch nicht auf alle Probleme eine Antwort gegeben werden kann, da es sich um ein Pilotprojekt" handle. Vollath hoffte darauf, dass in den sieben Jahren des Modellversuchs "Schule zeigen kann, was sie kann".

Schwerpunkte

Direktorin Irmingard Otto erklärte, dass sich in ihrer Schule fast alle Lehrer für die NMS entschieden hätten - nur zwei hätten sich der Stimme enthalten. "Das vergangene Jahr über haben sich unsere Pädagogen geschult und auf die Neue Mittelschule eingestimmt," so Otto. Schwerpunkte in den Trainings, die jeweils zweimal zwei Tage gedauert hätten, seien Team-Teaching, Projekte gemeinsam vorbereiten und fächerübergreifendes Unterrichten gewesen. Erwartungsvoll blicke man dem Montag entgegen, wenn erstmals zwei Lehrer - einer aus der AHS und einer aus der Hauptschule - vor die Schüler treten. (APA)

 

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