Stimmen: "Auf dem Boden bleiben"

6. September 2008, 23:26
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Karel Brückner (Teamchef Österreich): "Es war eine sehr disziplinierte Leistung und viel Arbeit. Ich bin zufrieden. Es war auch eine sehr schwierige Aufgabe für unsere Außenverteidiger. Aber auch die Kombinationen in der Mitte waren besser. Wir waren sehr ruhig. In der ersten Halbzeit war es eine sehr gute Leistung. Es gab aber zwei, drei Missverständnisse. Es sind aber nur drei Punkte, wir brauchen noch 18. Ich war auch von der Atmosphäre und Begeisterung im Stadion sehr angenehm überrascht."

Zum nächsten Quali-Gegner Litauen: "Wir müssen wieder diszipliniert auftreten. Ich weiß aus meiner Zeit mit Tschechien, dass Litauen sehr gut spielt und schnell im Konter ist. Morgen beginnt bereits die Vorbereitung auf das Match."

Raymond Domenech (Teamchef Frankreich): "So wie jede Niederlage tut auch diese weh. Wir haben viel Druck ausgeübt, unsere Chancen aber leider nicht genützt. Es sollte heute einfach nicht sein, das ist bitter. Aber es stehen noch viele Spiele aus, der Weg zur WM nach Südafrika ist noch lange. Von der Leistung der Österreicher war ich nicht überrascht, wir haben sie beim 2:2 gegen Italien gesehen und wussten über ihr Potenzial bescheid."

Thierry Henry (Frankreich-Stürmer): "Wir sind enttäuscht. Es war ein bizarres Spiel. Aber im Fußball gibt es so etwas oft. Wir haben drei Punkte verloren, aber es gibt noch genügend Gelegenheiten. Wir haben noch viele Spiele. Das Match gegen Serbien wird jetzt sehr schwer. Wir haben gewusst, dass Österreich bei Standardsituationen gefährlich ist, das haben sie gezeigt."

Marc Janko (Torschütze Österreich zum 1:0): "Ich glaube, beim 1:0 war Mexes auch noch dran, aber ich bin froh, dass man mir das Tor zugeschrieben hat. Am Ende ist es aber egal, wer die Tore schießt, das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Ich denke, das ist eine Riesen-Sensation. Die Franzosen waren glaube ich nicht darauf vorbereitet, dass wir so körperbetont spielen. Jetzt müssen wir in Litauen bestehen. Bis zur WM-Qualifikation ist es noch ein weiter Weg."

Andreas Ivanschitz (Kapitän, Torschütze Österreich zum 3:1): "Wahrscheinlich waren es die Standardsituationen, die das Spiel entschieden haben. Wir wissen, dass das ein großer Vorteil von uns ist. Ich glaube, wir haben nach dem Vorsprung aber auch sehr clever gespielt. Das war uns in den letzten Monaten vielleicht nicht so gut gelungen. Wir müssen jetzt aber auf dem Boden bleiben."

Zu neuem System: "Ich glaube, wir spielen etwas anders. Nicht mehr so offensiv. Wir stehen tiefer und lassen dem Gegner weniger Räume. Da kann man als Gegner schon verzweifeln. Nach dem 1:3 hat sich Frankreich aufgegeben."

Rene Aufhauser (Torschütze Österreich zum 2:0): "Wir haben sehr hart gearbeitet und den Schwung von der EURO mitgenommen. Bei der EURO hat uns das Spielglück gefehlt, das ist heute bei den ersten zwei Toren zurückgekommen. Ich glaube, dass wir hier im Stadion im Jahr 2008 viele gute Spiele gemacht haben, es haben aber immer 20, 30 Minuten gefehlt. Das Stadion ist heute voll hinter uns gestanden."

Philippe Mexes (Frankreich-Verteidiger): "Dieses Resultat ist ein harter Schlag für uns, aber die Qualifikation steht erst am Anfang. Wir haben eine Schlacht verloren, aber nicht den Krieg. Österreich hat sehr athletische Spieler, und heute haben sie auch als Kollektiv gut gespielt. Ich finde, dass die Elfmeterentscheidung sehr hart war."

Sidney Govou (Frankreich-Torschütze zum 1:2): "Wir haben uns viel erwartet, aber es ist passiert. Wir müssen uns jetzt neu sammeln für Mittwoch. Wir haben die zweite Hälfte sehr gut begonnen, aber mein Tor hat nicht gereicht. Wir haben einige Dinge nicht gut gemacht."

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