Palästinenser: Keine Einigung über Kernfragen des Konflikts

9. September 2008, 21:58
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Verhandlungsführer Korei: "Sehr schwierige und harte" Gespräche

Arabische Liga droht gespaltenen Palästinensern mit Sanktionen - TM
Moussa: Drohung richte sich an unversöhnliche Organisationen - Araber "wütend" über inner-palästinensischen Konflikt

Kairo - Die Arabische Liga hat sich verärgert über die tiefe Kluft zwischen den Palästinenser-Gruppen Fatah und Hamas geäußert. Als Konsequenz werde in der Liga über Sanktionen gegen die dafür Verantwortlichen nachgedacht, sagte Generalsekretär Amr Moussa nach einem Außenministertreffen der Arabischen Liga in Kairo in der Nacht zum Dienstag in Kairo. Die Strafmaßnahmen würden gegen jene palästinensischen Organisationen gerichtet sein, die sich Versöhnungsbemühungen widersetzten oder die ägyptische Vermittlung beeinträchtigten.

Mussa, erklärte, die Araber seien "wütend" über diesen inner-palästinensischen Konflikt. Ihre Wut richte sich aber ausschließlich gegen die Politiker und nicht gegen das palästinensische Volk. Der Außenminister von Saudi-Arabien, Prinz Saud al-Faisal, sagte: "Die Palästinenser trifft die volle Verantwortung. Sie haben der palästinensischen Sache durch ihre internen Kämpfe Schaden zugefügt."

Regierung abgesetzt

Die Hamas hatte im vorigen Jahr gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen und die bewaffneten Kräfte der Fatah von Präsident Mahmoud Abbas vertrieben. Abbas reagierte mit der Absetzung der von der Hamas gebildeten Regierung und setzte eine neue ein. Seither haben verschiedene arabische Staaten versucht, eine Versöhnung zwischen Hamas und Fatah zu erreichen, darunter Ägypten, Saudi-Arabien und der Jemen.

Die arabischen Staaten und ihre Friedensinitiative nach dem Prinzip "Land gegen Frieden" spielen im Nahost-Friedensprozess eine wesentliche Rolle. Der Arabischen Liga gehören 21 arabische Staaten plus Palästina respektive die Palästinensische Autonomiebehörde (PLO) an. Seit 2001 steht der frühere ägyptische Außenminister Moussa (1991-2001) an ihrer Spitze. (APA/Reuters/dpa)

 

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