So viel Rot gab es selten

6. September 2008, 17:54
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200 Dreiecksständer und acht Großplakaten bewerben SP-Spitzenkandidat Faymann - Großer Empfang am Samstag

Wien - So rot war das Donauinselfest selten. SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann grüßt nicht nur von 200 Dreiecksständern und acht Großplakaten, sondern wurde am Samstag auf der Arbeitsinsel auch wie ein Popstar empfangen. Ebenso hat sich Bürgermeister Michael Häupl an allen drei Tagen ausführlich Zeit zum Besuch genommen, teils mit Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel oder Finanzsprecher Christoph Matzenetter im Schlepptau.

Faymanns Einzug erfolgte auf der Gewerkschaftsbühne unter dem Lied "Unkaputtbar" der Gruppe "Band WG", bevor der Zug mit großer Entourage über das Fest folgte, Autogramme und Polaroidfotos verteilend. "Das ist fast so etwas wie ein Heimspiel hier", freute sich Faymann gegenüber der APA. Er sei bisher auf jedem der 25 Donauinselfeste gewesen.

"Jede Stimme zählt"

In jedem Falle sei die Bedeutung des Festes im Wahlkampf für die SPÖ nicht zu unterschätzen. Er käme gerade von einer Veranstaltung in Wels mit 6.000 Besuchern - auf dem Donauinselfest könne man dagegen drei Millionen erreichen. Entsprechend engagiert warf sich Faymann in die Menge, getreu dem am Fest plakatierten Wahlspruch "Jede Stimme zählt. Auch wenn sie heiser ist." Dennoch wurde er bei der FSG-Chemie vom Moderator nicht nur mit dem Titel "künftiger Bundeskanzler", sondern mysteriöserweise auch mit dem Lied "Einer hat immer das Bummerl" begrüßt.

Neben der Faymann-Entourage, zu der unter anderen auch ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer und Bundesgeschäftsführerin Doris Bures zählten, sind aber auch alle Wiener SPÖ-Bezirkskandidaten wahlwerbend auf dem Fest unterwegs. Und die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter hat zwischen Brigittenauer- und Reichsbrücke einen Parcours mit Wahlwerbebanner aufgestellt, die der Spruch ziert: "Faymann. Unsere Wahl". (APA)

 

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