Demonstration in Wien gegen Paragraf 278a

6. September 2008, 17:24
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Tierschützer Balluch: "Jetzt beginnt dieser Krieg erst, diese Schlacht, dieser Kampf"

Wien - Organisationen wie Attac, der Verein gegen Tierfabriken (VGT), die Linkswende sowie die Grünalternative Jugend (GAJ) veranstalteten heute eine Kundgebung vor dem Justizministerium. Ziel des Marschs war das Bundeskanzleramt, Zwischenstopps wurden vor dem Landesgericht und dem Innenministerium gemacht. Anliegen der rund 400 Demonstranten war die Abschaffung des Paragrafen 278a im Strafgesetzbuch - jener Passus, der zur Inhaftierung von Tierrechtsaktivisten wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Organisation geführt hatte.

"Jetzt beginnt dieser Krieg erst, diese Schlacht, dieser Kampf"

Redner bei der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt war der ebenfalls in Untersuchungshaft gewesene Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken. "Jetzt beginnt dieser Krieg erst, diese Schlacht, dieser Kampf", appellierte er an die Demo-Teilnehmer, mit ihren Aktivitäten nicht aufzuhören. Zum umstrittenen Paragrafen 287a meinte er, dass dieser jeden treffen könne. Balluch meinte, dass es nach der Verhaftung der Tierschützer Konsequenzen geben müsse: "Die Verantwortlichen für diese Verbrechen müssen zur Verantwortung gezogen werden. Vom Innenminister bis zur Polizei." (APA/red)

 

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