Opposition will Regierungssitz weiter belagern

6. September 2008, 14:22
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"Wir werden uns nicht wegbewegen" - Parlament ernennt Vermittler

Bangkok - Vertreter der thailändischen Opposition wollen den Regierungssitz in Bangkok bis zu einem Rücktritt von Ministerpräsident Samak Sundaravej weiter belagern. Das wilde Camp im Garten des Regierungsgebäudes versank am Samstag mehr und mehr im Matsch, doch die mehreren hundert Aktivisten wollten dort ausharren. "Wir werden uns nicht wegbewegen", erklärte Maleerat Nongsanga, eine 50-jährige Beamtin.

Das Parlament ernannte am Freitag Senatssprecher Prasopsuk Boondet zum Vermittler in der politischen Krise des Landes. Samak signalisierte seine Unterstützung für Prasopsuks Bemühungen, die oppositionelle Volksallianz für Demokratie (PDA) äußerte sich zunächst zurückhaltend. Die PDA-Anhänger blockieren den Amtssitz Samaks schon seit fast zwei Wochen, um dessen Rücktritt zu erzwingen. Samak hat angesichts der anhaltenden Proteste den Notstand ausgerufen.

Die Regierung schlug am Donnerstag eine Volksabstimmung zur Lösung der Krise vor. Das Parlament erhofft sich von der Vermittlung Prasopsuks eine schnellere Lösung der Krise als über ein Referendum, dessen Vorbereitung Monate in Anspruch nehmen würde. Die anhaltende Blockade lähmt die Regierungsgeschäfte und lässt Beobachter einen wirtschaftlichen Abschwung befürchten, zumal die für das Land bedeutende Tourismusindustrie darunter leiden dürfte. (APA/AP)

 

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